Auspressen der MieterInnen in Münster durch die LEG muss aufhören!

Die Linke Münster                                                                 Fotos: (1 u. 3): Münster Tube, (2):  LEG-Mieter*innen – Initiative Münster

Münster, 20. August 2020 – Zur Hauptversammlung der LEG am Mittwoch kommentiert Ortrud Philipp, Fraktionsvorsitzende der LINKEN Münster und Spitzenkandidatin für die Kommunalwahl:


“Bedingt durch die Corona-Pandemie mussten und müssen viele Menschen, z.B. durch Kurzarbeit drastische finanzielle Einbußen hinnehmen. Dass der Vorstand des Wohnungskonzerns LEG in solch einer angespannten Situation allen Ernstes Dividenden in Höhe von 257 Millionen Euro an die Aktionäre ausschütten will, kann man nur als asozial bezeichnen. Gleichzeitig fällt die LEG auch in Münster durch große Rücksichtslosigkeit gegenüber MieterInnen auf. Bei MieterInnenvereinen stapeln sich die Beschwerden über den Konzern: Gravierende Wohnungsmängel, fehlende AnprechpartnerInnen vor Ort, Mietsteigerungen und Kündigungsdrohungen sind wichtige Stichpunkte, aber auch Tricksereien bei Sanierungen, um die Mieten drastisch und unangemessen erhöhen zu können. Einem derartigen Geschäftsmodell, erst ermöglicht durch die von CDU und FDP in NRW beschlossene Privatisierung der LEG,  erteilen wir eine Absage.”

LEG Münster                                                                                                                                                  Foto: Münster Tube.

Ulrich Thoden, Oberbürgermeisterkandidat der LINKEN in Münster ergänzt: “Viele LEG-MieterInnen in Münster wehren sich zurecht dagegen, dass der Konzern sie auspresst, nur um Aktionären eine überzogene Dividende auszahlen zu können. Als LINKE in Münster fordern wir die Stadt Münster auf, sich für die Schaffung eines landesweiten Mietendeckels nach dem Berliner Modell stark zu machen und über eine Wiedervergesellschaftung der ehemaligen landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft nachzudenken. Darüber hinaus zeigt das Beispiel LEG auch, wie wichtig es ist, dass Wohnraum in öffentlicher Hand besteht, damit er dauerhaft bezahlbar bleibt.”

Protest gegen LEG Wohnen in Münster: „Eure Dividende frisst unser Einkommen“ (17. August 2020)

 

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