Novemberpogrome 1938 in Münster: Detlef Lorber (VVN – BdA) und Zeitzeugen berichten über Ereignisse

Münster, 10. November 2020 – Vor 82 Jahren, am 9. und 10. November 1938, hatten die Nazi-Machthaber ein teuflisches Massenpogrom gegen alle Deutschen, die Juden oder jüdischer Herkunft waren, organisiert. Ihre Gotteshäuser wurden unter Aufsicht der Feuerwehr niedergebrannt, ihre Wohnungen und Geschäfte verwüstet und geplündert, ohne dass die Polizei einschritt. Historischen Angaben zufolge wurden über 1200 Bethäuser und Synagogen zerstört, etwa 7.000 im jüdischen Besitz befindliche Geschäfte zerstört oder schwer beschädigt.

In Münster wurde das Gotteshaus der jüdischen Gemeinde von braunem Mob in Brand gesetzt und zerstört. Viele Geschäfte und Wohnhäuser von deutschen Bürger*innen jüdischen Glaubens fielen wie überall in Deutschland, auch in Münster den tobenden faschistischen Banden zum Opfer. Die damaligen Ereignisse in Münster schildern Detlef Lorber von der VVN – BdA Münster und auch kurz die Zeitzeugen Hans Kaufmann (+2016) und Rainer Schepper.

Reichspogromnacht Münster
SA – Horde vor der zerstörten Synagoge an der Klosterstraße in Münster. Foto: Stadtarchiv Münster

Hier eine Sendung zu den Novemberpogromen in Münster, u.a. auch mit Detlef Lorber. antenne antifa: Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938 in Münster Magazin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschist*innen – produziert beim medienforum münster e.V. HÖREN

Zwischen Hoffen und Bangen„-  Jüdische Schicksale im Münster der NS-Zeit

Screenshot_2020-11-10 antenne antifa AfD-Büro schließt, Gedenken an Reichspogromnacht, Thomas Billstein über neues BuchDas AfD-Büro in der Leostraße in Münster schließt. Wegen zu geringer Einnahmen gibt die Partei den Standort auf. In der Magazin-Sendung „antenne antifa“ geht es zudem um Streitigkeiten innerhalb der AfD. Außerdem: Am 9. November wird an die Reichspogromnacht von 1938 erinnert. Sie steht für die systematische Verfolgung und Enteignung von Juden in Deutschland. Heinrich Austermann, späterer Oberstadtdirektor von Münster, war unter anderem dafür zuständig, Juden in Münster Immobilien abzuerkennen. Dass heute noch eine Straße nach ihm benannt ist, finden die Moderatoren Carsten Peters und Detlef Lorber falsch. In der Sendung ist zudem Thomas Billstein zu Gast. Er spricht über sein Buch „Kein Vergessen – Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945“. Im Gespräch erklärt er, wie er auf die Idee zum Buch kam und wieso es trotz Veröffentlichung „in Arbeit“ bleibt. HÖREN

Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome 1938 Münster. Am Abend des 9.11.2020 versammelten sich 80 Menschen auf dem Domplatz den Opfern der Novemberpogrome von 1938 zu gedenken. LESEN

Reise in den Tod: NS-Deportationszug von Münster nach Riga am 13.12.1941 LESEN

Kundgebung in Münster: „Aktion: Wir erinnern.“ – Rede: Detlef Lorber (VVN BdA Münster), am 9. November 2018

Edith Brandon – deported from Münster to Riga on 13.12.1941

Louis Gruenberg – deportiert von Münster nach Riga am 13.12.1941

Ein Kommentar zu „Novemberpogrome 1938 in Münster: Detlef Lorber (VVN – BdA) und Zeitzeugen berichten über Ereignisse

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