Musik-Campus Münster:“Katze im Sack zu verkaufen“

Münster. „Ein Musik-Campus kann viel Potenzial haben. Er kann Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft an einem Ort zusammenbringen und schafft Synergien für kreative, innovative und interkulturelle Musikprojekte“, meint Dr. Georgios Tsakalidis von der Internationalen Fraktion DIE PAREI/ÖDP im Rat der Stadt Münster. „Klar ist aber auch: Ein Musik-Campus kann zwar ein Ort  musikalischer Vielfalt werden, er muss es aber nicht, so Dr. Tsakalidis weiter.

Internationale_Fraktion-Die_Partei_ÖDP_Münster                                             v.l.: Dr. Georgios Tsakalidis, Lars Nowak und Michael Krapp. Fotos: Lothar Hill.

Die Projektkonzipierung des Musik-Campus lässt derzeit noch viel Spielraum in zahlreiche Richtungen. Sowohl inhaltlich als auch finanziell ist noch nicht klar, wo die Reise hingehen wird.
Gestaltungsspielraum ist schön, doch möglicherweise unambitionierte Pläne können mit einem Grundsatzbeschluss schon im Vorfeld zementiert werden. „Man möchte uns die Katze im Sack verkaufen“, meint Fraktionssprecher Lars Nowak, „und dabei ist noch nicht einmal klar, was der Sack kosten soll“.

In Bezug auf die Beteiligung der freien Kulturschaffenden in Münster, die Themen Nachhaltigkeit und Verkehr bietet die Vorlage höchstens Absichtserklärungen. Ein dringend notwendiges Musikentwicklungs- und Kulturförderkonzept wird nur am Rande erwähnt, klare Zielvorgaben werden nicht benannt. Insbesondere ist auch die Finanzierung des Baus und Betriebs intransparent gehalten. „Die Gegenfinanzierung des Projekts durch Fördermittel und private Geldgeber:innen ist nicht mehr als ein Wunsch. Der Umfang der laufenden Kosten und ein Betreibermodell mit klaren finanziellen Zuständigkeiten stehen in den Sternen.“, gibt Michael Krapp, Ratsherr und finanzpolitischer Sprecher, zu bedenken.

Stellungnahme und Forderungen der Internationalen Fraktion Die PARTEI/ÖDP zur Vorlage V/0924/2021 – Musik-Campus – Grundsatzbeschlüsse

Die Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP sieht durchaus die positiven Aspekte, die in der Idee zum Bau eines Musik-Campus stecken: Auf dem Campus können sich verschiedene gesellschaftliche Akteur:innen an einem Ort zusammenfinden und begegnen, wodurch Arbeitsbeziehungen und gemeinsame kreative und innovative Projekte entstehen können. Musikalischer Nachwuchs, wegweisende Talente, freie Akteur:innen und Gäste können eine umfassende, inklusive, gleichberechtigte und niederschwellige gemeinsame Musik-Welt schaffen und erleben. WEITERLESEN (PDF-Datei)

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