GEW NRW: Kommende Landesregierung muss Kurs deutlich korrigieren

Bildungsgewerkschaft stellt sich bei Gewerkschaftstag neu auf

Die GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) lädt zu ihrem dreitägigen Gewerkschaftstag in der historischen Stadthalle Wuppertal ein und zieht in dessen Rahmen Folgerungen aus den Versäumnissen der Bildungspolitik der letzten Jahre und richtet klare Forderungen zur Neuausrichtung der Bildungspolitik an die kommende Landesregierung.

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v.l.: Ulrich Thoden (GEW-Stadtverbandsvorsitzender Münster) und Carsten Peters (GEW-Geschäftsführer Münster). Fotos: Lothar Hill.

„Ganz gleich, welche Koalition eine stabile Regierung bilden wird, die Aufgaben sind immens. Das zeigt sich schon bei der grassierenden Kinderarmut“, so Der GEW-Stadtverbandsvorsitzende Ulrich Thoden. In NRW lebt fast jede fünfte Person unter 18 Jahren in Armut. „Bildungspolitik muss endlich als präventive Sozialpolitik begriffen werden. Gute Bildung ermöglicht es, Armutsverhältnisse zu durchbrechen. Die einzige Chance zur gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe für Kinder aus armen Verhältnissen sind gut ausgebildete Fachkräfte in gut ausgestatteten Schulen und Kitas!“, so Thoden. 

Die drei vergangenen Pandemiejahre hätten die hohen Belastungen der Beschäftigten noch auf die Spitze getrieben. GEW-Geschäftsführer Carsten Peters: „Wir brauchen Entlastungen für die Beschäftigten und endlich mehr Geld für die Bildung in NRW. Wenn wir den Fachkräftemangel nicht noch durch Abgänge verstärken wollen, muss die künftige Landesregierung deutlich den Kurs korrigieren. Immer mehr Aufgaben können die Kolleg*innen nicht schultern. Es braucht gute Lehr- und Lernbedingungen, von der Kita bis zu Hochschule und Weiterbildung in NRW.“

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