Münster: Aktion „Global Scream“ zu Roe vs. Wade

Münster. In den USA ist das Recht auf einen sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch in Gefahr. Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster solidarisiert sich mit den Aktivist*innen und Betroffenen in den USA. Dazu fand am 1. Juni 2022 am Münsteraner Rathaus auf dem Prinzipalmarkt der „Global Scream“ statt. Zur selben Uhrzeit gab es auch Aktionen in Berlin und Bonn und um 19:00 in Stuttgart.

                    Quelle Video und Titelbild: Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster

„Die Situation in den USA ist dramatisch, deshalb haben wir die ausdrucksstarke Aktionsform „Global Scream“ gewählt. Es war bewegend, als die Teilnehmenden für eine Minute laut geschrien haben, um zu zeigen: in den USA sind Gesundheit und Leben von Schwangeren in Gefahr.“ berichtet Elisabeth Eller vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung.

Eller ergänzt: „Mit der Aktion möchten wir darauf aufmerksam machen, dass ein mangelnder Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen horrende Folgen hat. Ein Schwangerschaftsabbruch, der nicht nach den Regeln ärztlicher Kunst durchgeführt wurde, birgt die Gefahr gefährlicher Verletzungen bis hin zum Tod.“

Hintergrund der Aktion: In den USA ist ein Entwurf des Obersten Gerichtshof bekannt geworden, der ausdrücklich die Entscheidung „Roe vs. Wade“ aus den 70ern zum Schwangerschaftsabbruch aufheben soll. Zwar können einzelne Bundesstaaten auch jetzt schon restriktive Gesetze erlassen, hier mussten Sie sich aber immer gegenüber der Grundsatzentscheidung auf Bundesebene der USA rechtfertigen. Wenn dieser Entwurf in die Tat umgesetzt wird, würden 26 Bundesstaaten Abbrüche verbieten. Viele Menschen hätten keinen Zugang zu sicheren, durch ärztliches Personal durchgeführte Schwangerschaftsabbrüche mehr. Diese würden stattdessen wieder in der Illegalität durchgeführt, eine Gefahr für Leben und Gesundheit der Schwangeren.

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster ist ein breites Bündnis aus verschiedenen allgemeinpolitischen und feministischen Gruppen, Verbänden, Beratungsstellen, Gewerkschaften, Parteien und Einzelpersonen.
Zu den  unterstützenden Organisationen gehören unter anderem SPD, Grüne, Linke und FDP Münster, sowie deren Jugendorganisationen, Volt Münster, die Münsterliste, die DGB und GEW Stadtverbände Münster, der Deutsche Ärztinnenbund Gruppe Münster, die kritischen Jurist*innen Münster, Frauen helfen Frauen e.V., der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V., One Billion Rising Münster, der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten Landesverband NRW, sowie der pro familia Landesverband NRW.

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