Münster: Reichsbürger*innen im Organisationsteam der „Corona-Leugner*innen“ – Bündnis sieht sich bestätigt und setzt Proteste gegen Verschwörungsideologien fort

Münster – Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ aus Münster sieht sich durch aktuelle Presseberichte in seiner Einschätzung der „Corona-Leugner*innen“ bestätigt. Im Organisationsteam und bei den Versammlungen finden sich extrem rechte Reichsbürger*innen. Kay Korthaus, der regelmäßig die sogenannten „Montagsspaziergänge“ anmeldet, ist kein Einzelfall.

Bündnsi keinen Meter den Nazis

Das Bündnis wird auch am kommenden Pfingstmontag, den 6. Juni, um 17.30 Uhr die Proteste gegen die rechtsoffenen „Corona-Leugner*innen“ und für eine solidarische Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen fortsetzen. Montag findet die Mahnwache wieder am Michaelisplatz/Prinzipalmarkt statt.

„Dass die extreme Rechte bei den Montagsmärschen der „Corona-Leugner*innen“ dabei ist steht für uns seit langem fest. Den Reichsbürger*innen und anderen extrem rechten Kräften wie auch vielen anderen ging es auch nicht um Kritik an den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung, sondern stets um eine schlecht kaschierte Ablehnung der Demokratie“, fasst Bündnissprecher Carsten Peters die Entwicklung zusammen.

„Hinzu kommt das erneut zutage getretene Gewaltpotential der verschwörungsideologischen Szene. Wir nehmen diese Bedrohungen ernst, lassen uns aber gleichzeitig nicht einschüchtern und machen mit unseren Protesten weiter“, stellt Peters klar.
Und seine Kollegin Liza Schulze-Boysen ergänzt: „Aus der Szene der Reichsbürger*innen sind in den letzten Jahren immer wieder schwere Gewalttaten verübt worden. Dass ein augenscheinlicher Reichsbürger nun widerspruchslos an der Spitze der Corona-Leugner*innen in Münster steht, zeigt, wie viel von deren Friedensparolen zu halten ist: Nämlich gar nichts.“

„Wir sagen das seit Wochen: Die Ideologie der Corona-Leugner*innen ist brandgefährlich“, so Bündnissprecher Carsten Peters. „Wir werden uns ihnen deshalb weiterhin entgegenstellen: Wenn Antisemitismus, Demokratiefeindlichkeit und extrem Rechte Hetze auf die Straße getragen werden, ist nicht die Zeit zu schweigen.“

„Der Einfluss der organisierten Rechten auf die Szene der Corona-Verharmloser*innen“ – Vortrag mit Andreas Kemper (Soziologe & Publizist)

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