Münster: Erneuter Protest gegen rechtsoffene „Montagsspaziergänge“

Münster – Trotz Ankündigung der Veranstalter*innen, dass am Pfingstmontag kein sogenannter „Montagsspaziergang“ von rechtsoffenen Corona-Leugner*innen stattfinden würde, hatte das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ Münster in Sichtweite des Domplatzes erneut zu einer -Mahnwache gegen die Corona-Leugner*innen und für eine solidarische Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen aufgerufen. Es war bereits die 27. Mahnwache des Bündnisses in Folge. 

Redner war Carsten Peters (Pressesprecher Bündnis ‚Keinen Meter den Nazis‘ Münster). Tatsächlich blieb der Domplatz an diesem Montag begrüßenswerterweise Schwurbler*innenfrei, hoffentlich in Zukunft jeden Montag und an allen anderen Tagen. 

Nach Beendigung der Kundgebung kam es leider noch zu einem kleinen Zwischenfall in Münsters Einkaufsmeile: Angehörige der rechtsgerichteten Burschenschaft Franconia versuchten Aktivist*innen der Schwurbel Busters Münster eine Fahne zu entreißen, allerdings erfolglos.

                                       Schwurbelbusters

                                                              Foto: Schwurbel Busters

Proteste gegen „AfD-Frauenkongress“ am 11. Juni im LWL-Landeshaus in Münster, ab 9:30 vor dem Landeshaus

Die nächste Protestaktion des Bündnisses findet bereits am kommenden Samstag, den 11. Juni 2022 statt. Dabei geht es gegen eine geplante Veranstaltung der ultrarechten AfD im LWL-Landeshaus in Münster. Die AfD plant einen sogenannten „Frauenkongress“, der von 10 bis 18 Uhr stattfinden soll. Zu den Organisator*innen gehört die Initiative „Lukreta“, eine eng mit der offen extrem rechten „Identitären Bewegung“ verbundenen Influencer*innengruppe. Das Bündnis „Keinen Meter ruft daher zu einer Protestkundgebung ab 9:30 Uhr, vor dem LWL-Landeshaus am Freiherr-vom-Stein-Platz 1, auf.

                                        Frauenkongress AfD Münster

Es ist wieder an der Zeit, der extrem rechten AfD entgegenzutreten und deutlich zu machen, dass es in Münster – und auch anderswo – keinen Platz für Rassismus, Antifeminismus und soziale Ausgrenzung geben darf“, macht Bündnissprecher Carsten Peters deutlich. Angekündigt für den „Frauenkongress“ sind Bundestagsabgeordnete der AfD und ein Netzwerk aus Unterstützer*innen der extrem rechten Partei. Die organisierende Gruppe „Lukreta“ entstammt der extrem rechten „Identitären Bewegung“, die in Münster vor Jahren versuchte Fuß zu fassen, jedoch damit schnell scheiterte.

Und Bündnissprecherin Liza Schulze-Boysen ergänzt: „Die Darstellung von Frauen ist stets mit antiemanzipatorischer Abwertung verbunden. Die Frau als vermeintlich vulnerables und schutzbedürftiges Wesen personifiziert dabei das gefährdete „Volk“, das vor Zuwanderung geschützt werden muss. Neue Rechte, AfD & Identitäre Bewegung greifen dieses Bild immer wieder auf. Dem wollen wir entgegentreten und deutlich machen, dass die AfD außer dem Platz am Herd für Frauen nichts zu bieten hat.“

Protest gegen rechtsradikale AfD in Münster (10. Februar 2017)

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