Münster: Reichsbürger*innen im Organisationsteam der „Corona-Leugner*innen“ – Bündnis sieht sich bestätigt und setzt Proteste gegen Verschwörungsideologien fort

Münster. Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ aus Münster sieht sich durch aktuelle Presseberichte in seiner Einschätzung der „Corona-Leugner*innen“ bestätigt. Im Organisationsteam und bei den Versammlungen finden sich extrem rechte Reichsbürger*innen. Kay Korthaus, der regelmäßig die sogenannten „Montagsspaziergänge“ anmeldet, ist kein Einzelfall. Das Bündnis wird auch am kommenden Montag, den 13. Juni, um 17.30 Uhr die Proteste gegen die rechtsoffenen „Corona-Leugner*innen“ und für eine solidarische Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen fortsetzen. Montag findet die Mahnwache wieder am Michaelisplatz/Prinzipalmarkt statt.

Schwurbel Busters Münster 09

Dass die extreme Rechte bei den Montagsmärschen der „Corona-Leugner*innen“ dabei ist, steht für uns seit langem fest. Den Reichsbürger*innen und anderen extrem rechten Kräften wie auch vielen anderen ging es auch nicht um Kritik an den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung, sondern stets um eine schlecht kaschierte Ablehnung der Demokratie“, fasst Bündnissprecher Carsten Peters die Entwicklung zusammen. „Hinzu kommt das erneut zutage getretene Gewaltpotential der verschwörungsideologischen Szene. Wir nehmen diese Bedrohungen ernst, lassen uns aber gleichzeitig nicht einschüchtern und machen mit unseren Protesten weiter“, stellt Peters klar.

Münster: Erneuter Protest gegen rechtsoffene „Montagsspaziergänge“ – Rede: Carsten Peters (6. Juni 2022)

Und seine Kollegin Liza Schulze-Boysen ergänzt: „Aus der Szene der Reichsbürger*innen sind in den letzten Jahren immer wieder schwere Gewalttaten verübt worden. Dass ein augenscheinlicher Reichsbürger nun widerspruchslos an der Spitze der Corona-Leugner*innen in Münster steht, zeigt, wie viel von deren Friedensparolen zu halten ist: Nämlich gar nichts.“

Mit Kal V. Voyatzis begrüßen die Corona-Leugner*innen am Montag zudem einen bundesweit aktiven Verschwörungsideologen als Gast. Voyatzis, der  der oft im Superman- Kostüm auftritt, machte wiederholt mit antisemitischen und die Shoa relativierenden Reden und menschenverachtenden Aktionen, wie unter anderem dem Besuch von Pflegeheimen während des Höhepunktes der Pandemie, auf sich aufmerksam.

superman
Quelle Foto: Allgäu Rechtsaußen

Seine Einladung zeigt aus Sicht des Bündnisses erneut deutlich, wessen Geistes Kind die Münsteraner “ Montagsspaziergänger*innen“ sind.

Wir sagen das seit Wochen: Die Ideologie der Corona-Leugner*innen ist brandgefährlich“, so Bündnissprecher Carsten Peters. „Wir werden uns ihnen deshalb weiterhin entgegenstellen: Wenn Antisemitismus, Demokratiefeindlichkeit und extrem Rechte Hetze auf die Straße getragen werden, ist nicht die Zeit zu schweigen.“

„Der Einfluss der organisierten Rechten auf die Szene der Corona-Verharmloser*innen“ – Vortrag mit Andreas Kemper (Soziologe & Publizist)

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