Klimaschutz statt Subventionen – Keine Zukunft für den FMO – ÖDP Münster nimmt Stellung zum Gutachten zu den Zukunftsperspektiven des FMO

Münster. In der heutigen (14. Juni 2022)  Ratssitzung wird der Ergebnisbericht der wissenschaftlichen Studie über die Zukunftsperspektiven des FMO diskutiert werden. Der Bericht empfiehlt den Weiterbetrieb des Flughafen Münster Osnabrück.

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Michael Krapp. Foto: Lothar Hill. Foto FMO: Stadt Münster

„Die Stadt Münster hat 2019 den Klimanotstand ausgerufen. Wir haben uns verpflichtet, bei allen Entscheidungen der städtischen Politik die Eindämmung des anthropogenen Klimawandels zu verfolgen. Fliegen verursacht fast 6-Mal höhere CO₂ Emissionen als das Reisen mit der Bahn und fast doppelt so hohe Emissionen wie das Reisen mit dem Auto.1 Gerade im Bereich der Kurzstrecke ist das Flugzeug ein inakzeptables Verkehrsmittel“, sagt Michael Krapp, Ratsherr der ÖDP. „Wenn wir den Klimanotstand erst nehmen und verantwortungsvoll handeln wollen, kann der  Flughafen Münster Osnabrück keine Zukunft haben. ”
Die Studie bescheinigt, dass der Flughafen keine Bedeutung für die Verkehrsinfrastruktur weder auf Bundes- noch auf Landesebene hat. Der Flughafen wird genutzt, um nach Frankfurt oder München zu reisen. Die restlichen Strecken beschränken sich auf Urlaubsziele im Mittelmeerraum sowie zu den Kanaren und an das Rote Meer. Das Einzugsgebiet beschränkt sich auf die Kreise Münster, Osnabrück, Steinfurt und Warendorf. Aufgrund dieser Bedeutungslosigkeit sieht die Studie auch keinen wachsenden Bedarf in der Zukunft.


„Das Ergebnis zur Wirtschaftlichkeit des Flughafens ist vernichtend. Der FMO ist bedeutungslos und wird bedeutungslos bleiben. Die Studie empfiehlt den Weiterbetrieb nicht, weil sie eine positive Entwicklung für den Flughafen sieht oder erwartet: Terminal schließen, Gebühren erhöhen, Personal abbauen, Betriebszeiten einschränken – das sind die Maßnahmen, mit denen man die Verluste in den kommenden vier Jahren reduzieren will. Von einem gewinnbringenden Betrieb ist erst gar nicht die Rede. Das ist alles andere als ein Plädoyer für den FMO. „, so Krapp
weiter. „Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, dann steig ab! Wir müssen verantwortungsvoll einen Weg finden, den FMO zurückzustufen.“

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