GRÜNE Münster: „Wir stehen vor einem Desaster globalen Ausmaßes“

Münster. Jörg Rostek, Co-Sprecher der GRÜNEN in Münster, erklärt zur aktuellen Hitzewelle:  „Die Meteorolog*innen haben das Hochdruckgebiet über Afrika, das die aktuelle Hitzewelle in Europa verursacht, zu Recht ‚Apokalypse 4800‘ genannt. Das passt leider nur zu gut, denn wir stehen am Anfang eines Desasters globalen Ausmaßes. Die Klimakrise tötet schon heute und die Prognosen zeigen, dass wir ihre Folgen wie Hitze, Flut, Stürme und Dürre immer mehr zu spüren bekommen werden.“

Münster klimaneutral 2030
Foto: Lothar Hill

Rostek ergänzt: „Wo das Leben schon im Jahr 2030 unwirtlich sein wird, wird es, wenn wir den weltweiten Treibhausgasausstoß nicht entscheidend verringern, im Jahr 2080 unerträglich. Wir müssen deshalb schon heute entschlossen handeln und uns schnellstmöglich weiter durch intelligente Maßnahmen an die neuen Klimaumstände anpassen.“

Hintergrund und gesammelte Anekdoten vom vergangenen Hitzetag (Quelle: FAZ.de): In der Station in Duisburg-Baerl wurden um 16 Uhr 39,3 Grad gemessen. Somit war gestern in Deutschland der heißeste Tag des Jahres. In Großbritannien haben die Temperaturen erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen die Marke von 40 Grad überstiegen. An der belgischen Küste sind mehrere Autos in Flammen aufgegangen. Weltweit steigt die Waldbrandgefahr. Neben Italien, Spanien und Portugal ist auch stark Frankreich von Waldbränden betroffen. Auch in Sundern im Hochsauerland brennen zehntausende Quadratkilometer Wald aufgegangen. In Madrid hat der Tod eines Straßenfegers für Aufsehen gesorgt. Er ist am Freitag nach drei Stunden Arbeit bei 39 Grad an einem Hitzschlag gestorben. In Deutschland hatte die Gewerkschaft ver.di angesichts der Hitzewelle bereits hitzefrei und längere Pausen für Arbeitnehmer gefordert. Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, Wasser zu sparen. Zwar sei die Trinkwasserversorgung hierzulande nicht gefährdet, sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag im Interview mit ntv.de. „Damit das in Zukunft so bleibt, soll jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag zum Wassersparen leisten. Der EU-Klimawandeldienst Copernicus hat angesichts der Hitzewelle in Europa vor einer gesundheitsschädlich hohen Ozonbelastung in großen Teilen Europas gewarnt. 

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