Münster: „Das gegenläufige Konzert“ im Zwinger

Münster. Für die Skulptur Projekte 1987 schuf Künstlerin Rebecca Horn im Zwinger die Installation „Das gegenläufige Konzert„. Ihr eindrucksvolles Werk, das sich mit der Vergangenheit des Gebäudes als Gefängnis und Hinrichtungsstätte in der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzt, ist heute Teil des Mahnmals für die Opfer von Gewalt.

Für die Skulptur Projekte 1987 schuf Künstlerin Rebecca Horn im Zwinger die Installation "Das gegenläufige Konzert". Ihr eindrucksvolles Werk, das sich mit der Vergangenheit des Gebäudes als Gefängnis und Hinrichtungsstätte in der Zeit des Nationalsozialismus' auseinandersetzt, ist heute Teil des Mahnmals für die Opfer von Gewalt.
Installation „Das gegenläufige Konzert“ im Zwinger von der Künstlerin Rebecca Horn. Foto: Lothar Hill.

Bei einer Führung am Sonntag, 7. August, um 11 Uhr (Kosten: 3 / erm. 2 Euro) werden sowohl das Kunstwerk als auch die Geschichte des fast 500 Jahre alten Baudenkmals an der Promenade erläutert. Die Führung beginnt mit einem Einführungsfilm im Stadtmuseum, anschließend geht es über die Promenade zum Zwinger. Bei einem Rundgang durch die Ruine kann das Kunstwerk Rebecca Horns mit all seinen Facetten erfahren werden. Anmeldung: 02 51 / 492 45 03 oder museum-info@stadt-muenster.de.

Zwinger Münster Promenade
Der Zwinger in Münster ist ein Teil der ehemaligen Stadtbefestigung aus der frühen Neuzeit. In der Zeit des Nationalsozialismus war er sowohl Gefängnis als auch Hinrichtungsstätte der Gestapo und wurde durch alliierte Bombenangriffe schwer beschädigt. Foto: Lothar Hill

Münster: Lyrikkeller mit Andi Substanz im Zwinger

Unter dem Motto: „Buchstaben gegen das Vergessen“, veranstaltete der Lyriker Andi Substanz am Antikriegstag (1.9.19), seinen zweiten Lyrikkeller im Zwinger an der Promenade. Für Besucher*innen tippte er auf Themenvorschlag spontan Gedichte auf seiner Schreibmaschine und trug ihnen die fertige Dichtung im Zwinger vor. Den Lyrikkeller betreibt Andi Substanz an verschiedenen Orten, u.a. auch im Hansaviertel. Der Zwinger ist ein historischer Ort mit dunkler Vergangenheit. Während der Zeit des Nationalsozialismus diente der Zwinger zunächst als „Kulturheim der münsterischen Hitler-Jugend“, ab 1944 als Inhaftierungsanstalt für die Gestapo. Diese führte im Innenhof Exekutionen von u. a. sowjetischen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen durch, anscheinend auch, nachdem das Gebäude im Frühjahr 1945 teilweise von Bomben zerstört wurde. Bei dem Gebäude handelt es sich ursprünglich um einen Teil der ehemaligen Stadtbefestigung aus der frühen Neuzeit.

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