Greven/Münster: Gedenkstein für von Nazis hingerichtete polnische Zwangsarbeiter Wacław Ceglewski und Franciszek Banaś aufgestellt

Gedenkveranstaltung in den Bockolter Bergen am Sonntag, den 14. August 2022, um 15 Uhr, u.a. mit dem Generalkonsul der Republik Polen aus Köln

Münster/Greven. Am 12. August 2022 wurde für die am 14. August 1942 von der Gestapo Münster hingerichteten polnischen Zwangsarbeiter Franciszek Banaś (28) und Wacław Ceglewski (21) in den Bockholter Bergen (zwischen Münster und Greven) wegen angeblichen „verbotenen Umgangs“ mit einer deutschen Frau, ein Gedenkstein nahe der Hinrichtungsstätte aufgestellt.

Initiiert wurde diese Aktion von Bündnis 90 /Die Grünen OV Greven und VVN-BdA Münster. Den Gedenkstein hat der Steinmetz Götz Kerkemeier, Inhaber der Firma Flora Grabmale aus Münster-Handorf gespendet. Nach 80 Jahren erinnern Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverband Greven und VVN-BdA Münster – am Ort des Verbrechens an das Geschehen und gedenken Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski – sowie all der anderen im Münsterland ermordeten ausländischen ZwangsarbeiterInnen – als Opfer des deutschen Faschismus! Mit dabei ist u.a. auch der Generalkonsul der Republik Polen aus Köln.

Wann? Sonntag, den 14. August 2022, um 15 Uhr Wo? Gedenkstätte in den Bockholter Bergen, Wanderparkplatz am Schiffahrter Damm (Abzweig Telgte; Fuestruper Str. 4, 48268 Greven)

                                                 Grüne Greven

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*„Sowohl Wacław Ceglewski als auch Franciszek Banaś verbrachten zuvor mehrere Monate in den Händen der Gestapo Münster, bis sie schließlich am Freitag, dem 14. August 1942, auf Anordnung des RSHA nahe Greven hingerichtet wurden. Die Gestapo Münster war für die gesamte Durchführung der Exekution verantwortlich, die in Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung in Greven erfolgte.

Am Tag der Hinrichtung wurden nachmittags zwischen 80 und 100 PolInnen aus Greven von Polizei sowie SA-Angehörigen in die bewaldeten Bockholter Berge gebracht, die dort auch den Hinrichtungsort absperrten. Dieser befand sich am Rande des Boltenmoors nahe des Schiffahrter Damms. Der Galgen war zwischen zwei Bäumen befestigt und unter ihm stand ein Tisch mit versenkbarem Boden. Er war vom Amtsschreiner gebaut und vom Hausmeister des Amtes mit einem Müllwagen dorthin transportiert worden.

Bei der Exekution anwesend waren der Amtsbürgermeister und der NSDAP-Ortsgruppenleiter aus Greven sowie ein Lehrer aus Bockholt. Die Gestapo kam direkt aus Münster zum Hinrichtungsort.“ (*Quelle: VVN-BdA).

Münster/Greven: Gedenken an von Nazis ermordete polnische Zwangsarbeiter – Rede: Agnieszka Krawczyk (13. August 2021)

Münster/Greven: Gedenken an von Nazis ermordete polnische Zwangsarbeiter Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski – Rede: Christoph Leclaire (13. August 2021)

Gedenken an Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski – Detlef Lorber (VVN – BdA Münster)

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