DGB gegen Kürzungen bei Langzeitarbeitslosen – Qualifizierungsmaßnahmen sind wichtiger denn je

Münster. „Investitionen in Weiterbildungen für Arbeitslose sind gut angelegtes Geld, vermeiden Langzeitarbeitslosigkeit und sind auch mit Blick auf den Fachkräftebedarf unverzichtbar. Die Regierung darf die Mittel für den sozialen Arbeitsmarkt nicht kürzen.“, macht die DGB-Stadtverbandsvorsitzende Pia Dilling deutlich: „Diese Pläne haben mit Respekt vor den Betroffenen nichts mehr zu tun!“

Peters_dilling 004                                                   Pia Dilling und Carsten Peters. Fotos: Lothar Hill.

DGB-Stadtverbandsvorstand Carsten Peters ergänzt: „Die vorgeschlagenen Kürzungen dürfen nicht das Aus des sozialen Arbeitsmarktes bedeuten, insbesondere Langzeitarbeitslosen brauchen eine Perspektive. Es kann nicht richtig sein, dass landauf und landab der Fachkräftemangel beklagt wird, aber Arbeitsuchende nicht mehr gefördert werden.“

Aktuell wird diskutiert, dass insgesamt 609 Millionen Euro weniger zur Verfügung gestellt werden, um damit den Bundeshaushalt zu entlasten. Somit sollen die Staatsausgaben im Hartz-IV-Sektor von derzeit 4,8 Milliarden Euro auf rund 4,2 Milliarden Euro gekürzt werden. In den Folgejahren sollen weitere Kürzungen geplant sein. Dieser harte Kurswechsel in der Hartz-IV-Politik würde bedeuten, dass vor allem mehrjährig geförderten Menschen, also Langzeitarbeitslosen, weniger Mittel zur Verfügung gestellt werden.

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