Der Dom spart mit – Krisenstab zu weiteren Energiesparmaßnahmen in Münster

Münster. Die Außenbeleuchtung des Doms wird bis auf Weiteres nicht mehr eingeschaltet. Darauf verständigte Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer sich Anfang der Woche mit Vertretern der katholischen Kirche. Der Verzicht ist ein „kleiner Mosaikstein“ (Heuer) der vielfältigen Energiesparmaßnahmen in Münster.

Münster 345
Foto: Lothar Hill

Die Lichtstrahler, die bislang in der Dunkelheit den Dom inszenieren, sind alt und verbrauchen deshalb relativ viel Strom“, erklärte Heuer in der heutigen Sitzung des Krisenstabes. Auch die Reduzierung bis hin zur Abschaltung der Fassadenbeleuchtung anderer Kirchengebäude in Münsters Innenstadt wird derzeit abgestimmt. Insbesondere ist zu prüfen, wo die Fassadenbeleuchtung aus Sicherheitsgründen angeschaltet bleiben soll. Die Fassadenbeleuchtung städtischer Gebäude ist bereits abgeschaltet.

Neben der Beleuchtung der Fassaden ist auch die spezielle Weihnachtsbeleuchtung ein Thema. Heuer: „Ich gehe davon aus, dass wir die Weihnachtsbeleuchtung in Münster deutlich einschränken, aber nicht komplett auf null setzen. Wir werden sparen, aber wir wollen auch Weihnachtsatmosphäre in unserer Stadt.“

Bei der Straßenbeleuchtung gibt es hingegen keine sinnvollen Einsparpotenziale mehr, wie Ordnungsamts-Chef Norbert Vechtel in der Sitzung darlegte. „Wir gehen in Münster schon seit langem so sparsam wie möglich mit Straßenlicht um. Noch weniger würde die Verkehrssicherheit gefährden und Angsträume erzeugen“, so Vechtel.

Für Klimaanlagen in Dienstgebäuden der Stadtverwaltung hat der Krisenstab entschieden, die Temperatur um zwei Grad zu erhöhen. Das betrifft nur wenige Bereiche bei der Stadt, die entsprechend ausgestattet sind. Serverräumen, die gekühlt werden müssen, sind ohnehin ausgenommen. Der Ansatz, auch die Innenbeleuchtung bei städtischen Gebäuden deutlich zu reduzieren, wird weiterverfolgt, gestaltet sich aber teilweise als schwierig. Zum einen ist die Infrastruktur teilweise veraltet, sodass Apparaturen in händischer Einzelarbeit neu justiert werden müssen. Zum anderen zwingen gesetzliche Auflagen z.B. für eine Notbeleuchtung die Stadt dazu, stellenweise auch nachts zu beleuchten.

Trotzdem halten wir an dem Ziel fest, den Energieverbrauch in den städtischen Gebäuden mit Blick auf die Krise deutlich zu senken“, so Heuer. In einer früheren Krisenstabssitzung wurde bereits festgelegt, dass die Heizperiode in den städtischen Büroräumen deutlich verkürzt und diese im Winter nur noch auf maximal 19 Grad aufgeheizt werden dürfen.

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