Münster: Konsequent gegen Queerfeindlichkeit und Gewalt

Münster. Der Angriff auf einen jungen trans* Mann am Rande des CSD am vergangenen Samstag in Münster erschüttert auch die Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP im Rat der Stadt Münster.
Das 25-jährige Opfer des Hassverbrechens zeigte Zivilcourage und stellte sich schützend zwischen einige CSD- Teilnehmende und den Angreifer, der sich zunächst mit homophoben Äußerungen gegen die Teilnehmenden wandte und schließlich seinem Opfer schwerste, lebensbedrohliche Verletzungen zuführte.

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Vor dem Hintergrund des brutalen Anschlages haben Angehörige der Queergemeinde Münster am 29. August 2022 auf dem Hafenplatz eine Aktion unter dem Motto: „Der Stein schreit“- für mehr Toleranz und Respekt, bemalte bunte Steine und LED-Teelichte niedergelegt und um mit den Gedanken bei dem Opfer zu sein. Foto: Lothar Hill

„Queer- und Transfeindlichkeit dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Wir verurteilen den Angriff auf den couragierten jungen Mann und die verbalen Anfeindungen gegen die friedlichen CSD-Teilnehmenden auf das Schärfste. Die von Hass und politischen Ansichten motivierte Tat muss klar benannt und vollständig aufgeklärt werden“, erklärt die Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP vor dem Hintergrund der lebensgefährlichen Gewaltattacke gegen einen trans*Mann am Randes des CSD-Ständefestes am Abend auf dem Hafenplatz.

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CSD-Ständefest auf dem Hafenplatz Münster am 27. August 2022. Foto: Lothar Hill

Angehörige der Queergemeinde Münster haben am 30. 8. das Opfer auf der Intensivstation in der Uniklinik besucht. Sie berichten, dass er im weiterhin im Koma gehalten würde, da der Hirndruck zu groß sei. Zudem wäre der Zustand leider immer noch lebensbedrohlich.

„Wir setzen uns  klar und unmissverständlich für eine offene, diskriminierungsfreie, interkulturelle Gesellschaft ein, mit dem Ziel eines friedlichen Zusammenlebens in Münster“, so die Ratsherren Nowak, Krapp und Dr. Tsakalidis dazu übereinstimmend.

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v.l.: Dr. Georgios Tsakalidis, Lars Nowak und Michael Krapp. Fotos: Lothar Hill.

„Wir stehen solidarisch hinter der queeren Gemeinschaft in Münster und behalten auch den ansonsten großartigen, vielfältigen und bunten CSD in Erinnerung. Unsere Gedanken sind bei dem Opfer und seinen Angehörigen und wir wünschen ihm eine möglichst schnelle und vollständige Genesung. Sein Einschreiten und Handeln verdienen unser aller Respekt und Anerkennung“, heißt es abschließend dazu in einer Presserklärung der Internationalen Fraktion Die PARTEI/ÖDP.

Zeuge am Rande eines CSD-Festes in Münster lebensgefährlich zusammengeschlagen – Aktion „Der Stein schreit“- für mehr Toleranz und Respekt

Angriff auf Teilnehmende beim Christopher Street Day in Münster

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