Münster: Ausstellungseröffnung „Schwangerschaftsabbruch – früher und heute“ in der Stadtbücherei

Münster. Am 3. September 2022, hat das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung die Ausstellung „Schwangerschaftsabbruch – früher und heute“ in der Stadtbücherei eröffnet. Aus diesem Anlass hielt die Juristin Maria Hendel einen Vortrag zur aktuellen Rechtslage beim Schwangerschaftsabbruch (§ 218 StGB).

Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster
Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster ist ein breites Bündnis aus verschiedenen allgemeinpolitischen und feministischen Gruppen, Verbänden, Beratungsstellen, Gewerkschaften, Parteien und Einzelpersonen. Das Bündnis setzt sich seit Ende 2017 für das Recht auf eine selbstbestimmte Sexualität und körperliche Selbstbestimmung ein. Foto: Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster

Die Ausstellung „Schwangerschaftsabbruch – früher und heute“ ist im September im Erdgeschoß der Stadtbücherei zu finden. Die Ausstellung ist zu den normalen Öffnungszeiten der Bücherei zu sehen. Sie beinhaltet eine Plakatausstellung zur Geschichte des § 218 StGB und zur Rechtslage in anderen Ländern. Die Plakatreihen wurden von der bundesweiten Kampagne „Mehr als du denkst“ erstellt. Außerdem sind historische Abtreibungsinstrumente aus dem Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch in Wien ausgestellt. 

Begleitend zur Ausstellung finden Vorträge, Lesungen und Diskussionsformate zum Thema Schwangerschaftsabbruch statt, z.B. liest am 10.09.2022 die Autorin Jeanne Diesteldorf aus Ihrem Buch „(K)eine Mutter“.

Ausstellung und Veranstaltungsreihe werden vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster in Kooperation mit der Stadtbücherei organisiert und bilden zusammen die „Themenwochen Schwangerschaftsabbruch – Perspektiven zur Selbstbestimmung“ vom 03. – 28.09.2022. Die Themenwochen werden gefördert durch das Amt für Gleichstellung der Stadt Münster und durch das Landesprogramm NRW Engagement 1000 x 2000.

Die Bündnissprecherin Dr. Christine Schmidt dazu: „In Münster wie überall in Deutschland ist das Thema Schwangerschaftsabbruch ein kontroverses Thema. Wer eine Schwangerschaft abgebrochen hat, traut sich häufig nicht, darüber zu sprechen. Durch die Themenwochen „Schwangerschaftsabbruch – Perspektiven zur Selbstbestimmung“ möchten wir das Thema enttabuisieren und in begleitenden Veranstaltungen die Münsteraner*innen barrierefrei miteinander ins Gespräch bringen. Dies soll zum einen Betroffenen helfen, sich in der Gemeinschaft mehr angenommen zu fühlen. Zum anderen möchten wir einen Dialog zwischen Bürger*innen zu diesem kontroversen Thema ermöglichen und im Dialog die Zukunft gemeinsam gestalten.“

Alle Informationen zur Veranstaltungsreihe HIER

Flyer_Themenwochen_Schwangerschaftsabbruch_September22

„Respekt und Würde sind nicht verhandelbar“- Kundgebung in Münster: Jetzt erst recht! #wegmit219a (2019)

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