GEW kritisiert langen Stufenplan – Langes Warten auf verfassungsgemäße Besoldung

Münster. A 13 für alle kommt – ein großer Erfolg für die GEW! Leider mit großen Wermutstropfen: Die Landesregierung hat den Stufenplan für „A 13 für alle“ vorgestellt; bis 2026 sollen Beschäftigte auf eine verfassungsgemäße Besoldung warten. Die Bildungsgewerkschaft wird für eine Verkürzung des Planes kämpfen.

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v.l.: Ulrich Thoden ( GEW-Stadtverbandsvorsitzender Münster) und Carsten Peters (GEW-Geschäftsführer Münster). Fotos: Lothar Hill.

A 13 für alle kommt – das ist ein riesiger gewerkschaftlicher Erfolg! Ein Erfolg für die Lehrkräfte, die seit Jahren für eine faire Besoldung streiten. Es ist ein wichtiger und überfälliger Schritt für Anerkennung und Wertschätzung des Lehrerberufs. Dass dafür ein Stufenplan benötigt wird, erschließt sich uns weiterhin nicht, zumal ein Gutachten belegt: A 13 für alle ist alleine schon verfassungsmäßig geboten.“, macht der GEW-Stadtverbandsvorsitzende Ulrich Thoden deutlich: „Jetzt ringt sich die Landespolitik endlich zu einer verfassungsgemäßen Besoldung der Lehrkräfte durch – das begrüßen wir.“

GEW-Geschäftsführer Carsten Peters ergänzt: „Es ist das Mindeste, dass wie angekündigt, die langjährigen Beschäftigten genauso mitgenommen werden. Der angekündigte Plan ist aus unserer Sicht viel zu lang angelegt: Erst zum 01. August 2026 sollen dann alle Lehrkräfte A 13 für alle erhalten und bis dahin über Zulagen angehoben werden. Gerade auch mit Blick darauf, dass die Kolleg*innen seit 13 Jahren für eine verfassungsgemäße Besoldung kämpfen, ist das für uns als Bildungsgewerkschaft nicht tragbar. Wir werden in der Verbändeanhörung für eine Verkürzung dieses Stufenplans kämpfen und die genaue Ausgestaltung kritisch und konstruktiv begleiten. Für uns sind noch viele Fragen offen.“

Der Ministerpräsident hat angekündigt, dass 1.000 neue Lehrer*innenstellen für die Beschulung der geflüchteten Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine zur Verfügung gestellt werden. Wie bei den versprochenen 10.000 zusätzlichen Lehrkräften für die gesamte Legislaturperiode bleibt aber völlig offen, wie die Politik diese 1.000 neuen Lehrstellen besetzen will. Dass die Schulen dringend Unterstützung brauchen ist klar. Es muss aber auch eine tatsächliche Entlastung sein, die auch tatsächlich vor Ort ankommt. Luftschlösser helfen nicht weiter. Stellen alleine werden nicht genügen, wenn wir sie nicht besetzen können.

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