Münster: Bündnis führt erfolgreiche Mahnwachen gegen Verschwörungsideologien & Antisemitismus durch und kündigt Proteste gegen extrem rechte Kundgebung am 7. Oktober an

Bündnis führt erfolgreiche Mahnwache gegen Verschwörungsideologien & Antisemitismus am 3. Oktober 2022 durch und kündigt Proteste gegen extrem rechte Kundgebung am 7. Oktober an. Es gab Redebeiträge von Gebhard Hofner (VVN-BdA Münster) und Carsten Peters (Bündnis „Keinen Meter den Nazis Münster).

Gebhard_Hofner
Fotos: Lothar Hill

Wir werden unsere Mahnwachen so lange durchführen, bis die „Corona-Leugner*innen“ nicht mehr laufen.“ Heute traf es sich gut, dass diese eine Pause einlegten und nicht auf dem Domplatz waren. Peters: „So sieht der Domplatz montags doch gleich viel schöner aus.“

Bündnissprecher Carsten Peters stellt klar: „In Münster und anderswo darf es keinen Platz für Verschwörungsideologien, Antisemitismus und die extreme Rechte geben – egal ob in Form von Rechtsesoterik, Reichsbürger*innen, AfD oder militanten Nazis.

Proteste nicht den Rechten überlassen

Thema der Bündnis-Veranstaltung waren auch die aktuellen Krisenproteste: „Die Münsteraner Corona-Leugner*innen sind wie die gesamte verschwörungsideologische Szene auf der Suche nach neuen Themen, um wieder mehr Leute zu aktivieren. Dabei hoffen sie auf Krisen und möchten diese gemeinsam mit der extremen Rechten – mit der sie bestens vernetzt und vermischt sind – nutzen. Hier gilt es, frühzeitig zu intervenieren und dieser Mischszene mit ihren inhaltlichen Klammern Einhalt zu gebieten“, so Peters.

Und Gebhard Hofner von der IG Metall führte hierzu aus: „Samstag mobilisiert die AfD bundesweit im Rahmen einer rassistisch aufgeladenen national-„sozialen“ Kampagne zu einem Aufmarsch nach Berlin. Unverhohlen lädt die AfD-Parteispitze offene auftretende Neonazis ein, sich zu beteiligen. Eine „soziale“ Kampagne der AfD – das ist ungefähr so, als würde sich der Finanzminister zum Vorkämpfer für die Rechte von Hartz IV-Empfänger*innen und Betriebsräten aufspielen. Die AfD hat stets dagegen gestimmt, wenn es darum ging sozialstaatliche Leistungen zu erhalten oder auszubauen und dafür, wenn es darum ging den Sozialstaat abzubauen. Unsere Alternative heißt: Solidarität, Menschen vor Profite!“

Trauerfeier für Malte C. nach tödlicher Gewalttat beim Christopher Street Day (CSD) Münster

Proteste gegen „Pax Europa“ und Stürzenberger

In der dieser Woche wird das Bündnis zudem erneut protestieren. Die extrem rechte Gruppe „Pax Europa“ will am 7.10. in Münster auftreten und den Tod des trans*Mannes Malte für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. „Wir werden nicht zulassen, dass die extreme Rechte den Tod von Malte für ihre rassistischen Zwecke nutzt – wir werden mit vielen Menschen am 7.10. ab 12 Uhr auf dem Stubengassenplatz vor Ort sein und ein starkes Zeichen der Solidarität für die queere Gemeinde in unserer Stadt und darüber hinaus setzen. Wir stehen für Vielfalt, Solidarität und Demokratie!“ stellt Bündnissprecher Peters klar.

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