Mahnwache in Münster: Kein Platz für Verschwörungsideologien, Antisemitismus und rechte Hetze

Bündnis warnt nach erneuten Übergriff auf Protestierende durch rechtsoffene Montagsspaziergänger*innen vor weiterer Radikalisierung der Szene und setzt Mahnwachen fort.

Münster. Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ berichtet von einem Übergriff aus den Reihen der rechtsoffenen verschwörungsideologischen „Montagsspaziergänger*innen“ in Münster auf Protestierende vor einer weiteren Radikalisierung der Szene. Gleichzeitig setzt es seine Mahnwachen gegen Verschwörungsideologien und Antisemitismus fort, die nächste Kundgebung findet am 17.10. um 17:30 Uhr auf dem Michaelisplatz in Münster statt.

Münster

Am 10.10. kam es zu einem gewalttätigen Übergriff auf einen Gegendemonstranten durch eine Teilnehmerin des sogenannten „Montagsspaziergangs“: Diese schlug den Protestierenden mit einem Kaffeebecher aus Metall und übergoss ihn anschließend mit dem Inhalt. Der Mann wurde leicht verletzt und erstattete Anzeige gegen die Angreiferin. Der AfD-Ratsherr Richard Mol und ein weiteres AfD-Mitglied standen während des Übergriffs in unmittelbarer Nähe und beteiligten sich an der verbalen Auseinandersetzung mit dem angegriffenen Protestierenden. Weitere Teilnehmende der rechtsoffenen und verschwörungsideologischen Demonstration bedrohten und beleidigten an der Strecke Gegendemonstrant*innen.

Diese Übergriffe auf Gegendemonstrant*innen überraschen uns leider nicht“, stellt Bündnissprecher Carsten Peters fest, „es gab nicht nur bundesweit, sondern auch in Münster diverse Straftaten aus der verschwörungsideologischen Szene – von Bedrohungen über Sachbeschädigungen bis hin zur Brandstiftung. Umso wichtiger ist es, sich diesen Leuten entschlossen entgegenzustellen.“

Und seine Kollegin Liza Schulze-Boysen ergänzt: „Wir reden hier von einer über Jahre hinweg radikalisierten Szene mit vielen inhaltlichen und personellen Überschneidungen in die extreme Rechte, deren Gewaltpotenzial erwiesen ist. Bei der Polizei ist das offensichtlich immer noch nicht angekommen, anders ist es nicht zu erklären, warum sie Gegendemonstrant*innen und Passant*innen nicht ausreichend vor diesen Übergriffen schützt und den Spaziergänger*innen immer wieder den roten Teppich ausrollt.“

Was es jetzt braucht, ist eine klare Antwort seitens der demokratischen Zivilgesellschaft – diese Leute zu ignorieren, wird das Problem nicht lösen“, stellt Peters klar, „wir werden daher auch weiterhin jeden Montag auf die Straße gehen und deutlich machen, dass für Verschwörungsideologien, Antisemitismus und rechte Hetze kein Platz in dieser Stadt ist.“

„Der Einfluss der organisierten Rechten auf die Szene der Corona-Verharmloser*innen“ – Vortrag mit Andreas Kemper (Soziologe & Publizist)

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