Verhandeln statt schießen – Kundgebung zum G7-Gipfel in Münster

Münster. Am 3. November 2022 gab es die Großkundgebung „Verhandeln statt Schießen“ gegen die Politik des G7 Treffens, initiiert von der Friedenskooperative Münster und der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK). Die Veranstaltenden freuten sich über eine gelungene Kundgebung von 14 bis 19 Uhr, mit über tausend Teilnehmenden und vielen Beiträgen.

Sämtliche Rede- und Musikbeiträge wurden freundlicherweise von Gerhard Schepper (Friedenskooperative Münster) für Münster Tube mit der Kamera aufgezeichnet. Die Videos werden in den kommenden Tagen nach und nach veröffentlicht. Das hier eingebettete Video ist vom Tierbefreiungstreff Münster.

Redebeitrag vom Tierbefreiungstreff gegen den G7 Gipfel in Münster am 3.11.2022. Die G7 stehen für Absprachen der Mächtigsten dieser Welt, um die Macht dieser Wenigen zu erhalten.

Gefordert wurde, dass die G7 sich für die Aufnahme von Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg einsetzen sollen, sowie die Waffenlieferungen zu beenden. Teilnehmende der Kundgebung beklagten sich über die Scharfschützen, die über den Prinzipalmarkt in Richtung der Kundgebung zielten.

G7 Münster
Scharfschützen hinter den offenen Fenstern des Prinzipalmarkts 19. Foto: Tierbefreiungstreff Münster.

Wilhelm Achelpöhler sprach zur historisch-staatsrechtlichen Bedeutung des Friedens von 1648, der durch Verhandlungen erreicht wurde. Maria Salinas, Vorsitzende des Integrationsrats Münster, sprach über Armut und die globale Verantwortung der G7. Kurd*innen gaben ein Statement zum Krieg des NATO-Mitglieds Türkei in Rojava. Barbdara Imholz kritisierte die sogenannte „feministische Außenpolitik“ Annalena Baerbocks als Kriegs-treibend und wies darauf hin, dass Feministinnen gegen Krieg, der ein patriarchales Instrument sei, sein sollten. Iranerinnen sprachen über die iranische Revolution. Die Aktivistin Schwarze Motte vom Tierbefreiungstreff kritisierte die Tierindustrie der G7, die die globale Ernährungssicherheit gefährde und sprach sich für Frieden durch Verhandlungen und gegen Waffenlieferungen aus.

Tierbefreiungstreff Münster 3455
Foto: Tierbefreiungstreff Münster.

Musikalische Untermalung gab es durch das Duo Contraviento (Isabel Lipthay & Michael Firgau), Claudia Lahn, Fari Hadipour (Das Boot – Musik für den Frieden), singende Iranerinnen, sowie Gedichte von Salim. Den Abschluss machte Eugen Drewermann mit einer Rede zum Frieden, wobei er betonte, dass Frieden nur durch den Verzicht auf Krieg erreicht werden kann und kein Krieg einen Frieden bringt.

die waffen nieder: „O du abscheuliches Westfalen!“ – Protest gegen das G7-Treffen in Münster LESEN (graswurzelrevolution)

 

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