Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Stolperstein gegen das Vergessen in Münster: Margarethe Wangemann

Stolperstein des Künstlers Gunter Demnig in Münster, verlegt mit dem Verein „Spuren Finden e.V.“: Margarethe Wangemann (geb. Hoffa). Letzter Wohnort in Münster: Von-Vincke-Straße 8

Margarethe_Wangemann_Münster
Fotos: Lothar Hill (Stolperstein) und „Spuren finden“ e.V. Münster (Margarethe Wangemann).

Weiterlesen „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Stolperstein gegen das Vergessen in Münster: Margarethe Wangemann“

Stolpersteine in Münster: Frieda Rothschild, Emil Rothschild und Lieselotte Rothschild

Stolpersteine gegen das Vergessen – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig in Münster, verlegt mit dem Verein „Spuren Finden e.V.“: Ehepaar Frieda Rothschild (geb. Heimbach), Emil Rothschild und Tochter Lieselotte. Letzter Wohnort in Münster: Korduanenstraße 5

Frieda_Rothschild Münster
Stolperstein in Münster für Frieda Rothschild, geb. Heimbach ( Korduanenstraße 5). Fotos: Lothar Hill/ Geni.

Am 13. Dezember 1941 wurde Frieda Rothschild ab Münster-Osnabrück-Bielefeld in das deutsche Ghetto/KZ Riga (Lettland) deportiert und von dort am 9. August 1944 in das KZ Stutthof bei Danzig. 1945 starb sie auf einem „Todesmarsch“. Am 25. Januar 1945, als die Rote Armee nur noch wenige km entfernt war, befahl Kommandant Paul-Werner Hoppe die Evakuierung des Lagers ins Reich.

Emil_Rothschild_Münster
Stolperstein in Münster für Emil Rothschild, geb. Heimbach ( Korduanenstraße 5). Fotos: Lothar Hill/ Geni.

Emil Rothschild wurde am 19. Februar 1902 in Hellenthal, Kreis Euskirchen, geboren und am 13. Dezember 1941 ab Münster über Osnabrück – Bielefeld in das KZ/Ghetto Riga (Lettland) deportiert. Ankunft des Zuges im Rangierbahnhof Skirotawa bei Riga, am 15.12.1941 gegen 23 Uhr. Mit dabei auch seine Ehefrau Frieda Rothschild und Tochter Liselotte. Der Viehhändler und spätere Lehrer Emil Rothschild wurde nach Januar 1945 im KZ Stutthof ermordet.

Stolpersteine gegen das Vergessen – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
Stolperstein in Münster für Lieselotte Rothschild, geb. Heimbach ( Korduanenstraße 5). Fotos: Lothar Hill/ Geni.

Lieselotte Rothschild wurde am 9. Juni 1924 in Laer / Kreis Steinfurt geboren. Sie wurde am 13. Dezember 1941 von Münster über Osnabrück – Bielefeld mit ihren Eltern in das KZ/Ghetto Riga (Lettland) deportiert. Ankunft des Zuges im Rangierbahnhof Skirotawa bei Riga, am 15. Dezember 1941 gegen 23 Uhr.  Am 9. August 1944 brachten die Nazis Lieselotte Rothschild in das KZ Stutthof (nahe Danzig), wo sie ermordet wurde. Ihr Bruder Günter konnte am 8. Dezember 1939  nach Palästina flüchten und verstarb in Israel.

                                                   rothschild_Guenter

                                                               Günter Rothschild. Foto: Geni

Von den im Jahre 1933 ursprünglich 708 Angehörigen der jüdischen Gemeinde wurden 299 Menschen in Konzentrationslager deportiert, von denen nur 24 überlebten. Insgesamt 280 jüdische Bürger verließen Münster und emigrierten ins Ausland, sieben begingen Selbstmord und vier überlebten den Nationalsozialismus in Münster im Untergrund. Abzüglich der 77 Personen, die in diesem Zeitraum eines natürlichen Todes starben, verbleiben 42 Menschen, deren Schicksal ungeklärt geblieben ist.

Juden Münster NS-Zeit
Quelle: Kiepenkerl und Judenstern. Die Judenverfolgung in Münster – eine Dokumentation. Midwer, Simone, Kremer, Sascha (Hg.), Verlag: Selbstverlag, Münster, 1995

Reise in den Tod: NS-Deportationszug von Münster nach Riga am 13.12.1941 LESEN

Stolpersteine in Münster: Familie Luebke

Stolpersteine gegen das Vergessen – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig in Münster, verlegt mit dem Verein „Spuren Finden e.V.“: Familie Luebke (Überwasserstraße 34, damals Ribbergasse 18)):

Franz Luebke (geb. 1921), Verhaftet am 9. August 1943, deportiert 1943, Auschwitz. Ermordet im Februar 1944

Franz_Luebke_Münster

Anna Luebke (geb Steinbach, 1879), deportiert 1943, Auschwitz. Ermordet 18. Oktober 1943  Auschwitz  

Anna Luebke Münster

Karola Luebke (geb. 1923) Verhaftet 8. März 1943, deportiert 1943, Auschwitz. Ermordet 24. Dezember 1943

Karola Luebke Münster

Theresa Luebke (geb. 1928) Verhaftet 9. August 1943, deportiert 1943, Auschwitz. Ermordet 22. April 1944

Theresa Luebke Münster

Karl-Heinz Luebke (geb. 1925) Verhaftet 9. März 1943, deportiert Auschwitz.  Mittelbau Dora Lager Ellrich Befreit

Karl-Heinz Luebke Münster (geb. 1925) Verhaftet 9. März 1943, deportiert Auschwitz.  Mittelbau Dora Lager Ellrich Befreit

     Fotos Stolpersteine: Lothar Hill

Von den im Jahre 1933 ursprünglich 708 Angehörigen der jüdischen Gemeinde wurden 299 Menschen in Konzentrationslager deportiert, von denen nur 24 überlebten. Insgesamt 280 jüdische Bürger verließen Münster und emigrierten ins Ausland, sieben begingen Selbstmord und vier überlebten den Nationalsozialismus in Münster im Untergrund. Abzüglich der 77 Personen, die in diesem Zeitraum eines natürlichen Todes starben, verbleiben 42 Menschen, deren Schicksal ungeklärt geblieben ist.

Jüdische Familien in Münster 1918-1945
Fotos: Sammlung Möllenhoff, Gisela und Rita Schlautmann-Overmeyer

Verschleppt aus Münster wurden als Erste zwei jüdische Patienten der ‚Provinzialheilanstalt Marienthal‘ am 21. September 1940 im Rahmen des ‚Euthanasie‘-Tötungsprogramms. Über Wunstorf gelangten sie nach Brandenburg / Havel, wo sie ermordet wurden.

Reise in den Tod: NS-Deportationszug von Münster nach Riga am 13.12.1941 LESEN

Pogromnacht in Münster 1938: Ulla Geissler (VVN-BdA) schildert Schicksal der jüdischen Familie Meyer – Zudem kommen auch die Zeitzeugen Rainer Schepper (+2021 in Münster) und Hans Kaufmann (+2016 in Stockholm) kurz zu Wort

Ulla Geissler von der VVN-BdA Münster beleuchtet das Schicksal der jüdischen Familie Meyer aus Münster während der Nazi-Schreckensherrschaft. Zudem kommen im Video auch die Zeitzeugen Rainer Schepper (+2021 in Münster) und Hans Kaufmann (+2016 in Stockholm) kurz zu Wort. Die Aufnahme mit Ulla Geissler ist im ODAK Kulturzentrum entstanden.

Novemberpogrome 1938 in Münster: Detlef Lorber (VVN – BdA) und Zeitzeugen berichten über Ereignisse

 

Internationaler Holocaust-Gedenktag

Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen – NIE WIEDER FASCHISMUS !

Jedes Jahr, am 27. Januar, wird anlässlich des Jahrestages der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, an die Opfer des Holocaust gedacht. Seit 1996 erinnern vor allem Auschwitz-Überlebende  an die Menschheitsverbrechen im Nationalsozialismus. Auch 275  BügerInnen jüdischen Glaubens aus Münster überlebten den Holocaust nicht.

16252038_1184384145014065_784563522565688248_o

Heute vor 76 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee das KZ Auschwitz – Birkenau, ein deutsches Konzentrations – und Vernichtungslager in Polen. Dort betrieben die Nationalsozialisten die größte Menschenvernichtungsmaschinerie der Menschheitsgeschichte

Weiterlesen „Internationaler Holocaust-Gedenktag“

In Münster geborene Zeitzeugin Helge Loewenberg-Domp verstarb 105-jährig in Amsterdam

Als jüngstes von drei Kindern wurde Helge Domp am 5. Juni 1915 in Münster (Westfalen) geboren und wuchs dort in einer musikalischen Familie auf. Ihr Vater James Domp, ausgebildeter Rabbiner, Lehrer und Kantor, hatte 1910 mit seiner Frau Ruth (Rosa) im Herzen der Stadt die Bisping’sche Musikalienhandlung (Prinzipalmarkt 12) übernommen. Am 2. Januar 2021 ist Helge Loewenberg-Domp in Amsterdam verstorben.

Johannes Domp MünsterBild 1: Joachim Domp (Bruder). Bildquelle: YadVashem, Jerusalem.  Bild 2:  Ehepaar James und Ruth Domp mit der Tochter Helge um 1918. Bildquelle: Sammlung Gisela Möllenhoff, Rita Schlautmann-Overmeyer.  Joachim Domp, geb. am 26. Aug. 1910 in Münster,  gestorben im Januar 1945, vermutlich bei einem vom KZ Auschwitz, Polen, ausgehenden „Todesmarsch“, Musikwissenschaftler, Musikalienhändler (Klavierhändler).

Bereits als Kind kannte das selbstbewusste Mädchen nur den einen Wunsch, Sängerin zu werden. Ihr großes Vorbild war die Schwester ihrer Mutter, die Soubrette Irm Schloss. Mit den ebenfalls Gesang-freudigen Geschwistern sang sie im Familien- und Freundeskreis schon als Schülerin mehrstimmige Lieder. Sie war zwölf Jahre alt, als sie für eine erkrankte Sängerin bei einer Rundfunkausstrahlung einsprang.

Screenshot_2021-01-09 Nachruf Helge Loewenberg-Domp - Nachruf-Helge-Loewenberg-Domp pdf(3)

Weiterlesen „In Münster geborene Zeitzeugin Helge Loewenberg-Domp verstarb 105-jährig in Amsterdam“

Stolperstein in Münster: Prof. Dr. Hermann Freund

Gegen das Vergessen – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Stolperstein des Künstlers Gunter Demnig in Münster (Domagkstraße 12, Uni Klinik): Prof. Dr.  Hermann Freund, Jahrgang 1882, Berufsverbot 1936, deportiert 1942 Theresienstadt, ermordet am 14. Oktober 1944 in Auschwitz.

Hermann_freund_WWU_Münster                                                                                         Prof. Dr. Hermann Freund. Quelle Foto: WWU Münster

*Prof. Dr. Hermann Freund war von 1924 bis 1936 der erste Direktor des Pharmakologischen Instituts der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach seiner Entlassung 1936 zog er in die Annette-von-Droste-Hülshoff-Allee 16.

Weiterlesen „Stolperstein in Münster: Prof. Dr. Hermann Freund“

Novemberpogrome 1938 in Münster: Detlef Lorber (VVN – BdA) und Zeitzeugen berichten über Ereignisse

Münster, 10. November 2020 – Vor 82 Jahren, am 9. und 10. November 1938, hatten die Nazi-Machthaber ein teuflisches Massenpogrom gegen alle Deutschen, die Juden oder jüdischer Herkunft waren, organisiert. Ihre Gotteshäuser wurden unter Aufsicht der Feuerwehr niedergebrannt, ihre Wohnungen und Geschäfte verwüstet und geplündert, ohne dass die Polizei einschritt. Historischen Angaben zufolge wurden über 1200 Bethäuser und Synagogen zerstört, etwa 7.000 im jüdischen Besitz befindliche Geschäfte zerstört oder schwer beschädigt.

Weiterlesen „Novemberpogrome 1938 in Münster: Detlef Lorber (VVN – BdA) und Zeitzeugen berichten über Ereignisse“

Stolperstein in Münster: Kaplan Bernhard Poether

Stolpersteine gegen das Vergessen – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

        Fotos: Münster Tube (Stolperstein) , St. Clemens- Gemeinde Münster-Hiltrup (Bernhard Poether)

Stolperstein des Künstlers Gunter Demnig in Münster, verlegt mit dem Verein „Spuren Finden e.V.“: Kaplan Bernhard Poether,  Am Klosterwald 3 (MS-Hiltrup). Er wurde am 1. Januar 1896 in Datteln geboren und starb am 5. August 1942 im KZ Dachau.

Weiterlesen „Stolperstein in Münster: Kaplan Bernhard Poether“

Stolpersteine in Münster: Berta Goldberg

Stolpersteine gegen das Vergessen – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

                    Hintergrundfoto aus dem Spielfilm „Schindlers Liste“,  Foto Stolperstein: Münster Tube.

Stolperstein des Künstlers Gunter Demnig in Münster, verlegt mit dem Verein „Spuren Finden e.V.“: Berta Goldberg, Graelstraße 37. Sie wurde am 9. Mai 1902 in Rösebeck/Warburg geboren und kam im deutschen Ghetto/KZ Riga (Lettland) ums Leben.

Weiterlesen „Stolpersteine in Münster: Berta Goldberg“

Stolpersteine in Münster: Geschwister Goldberg

Stolpersteine gegen das Vergessen – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Karl-Heinz Goldberg (1940), Margarete Goldberg (1937) und Ernst Goldberg (1940). Fotos Geschwister Goldberg: Gisela Möllenhoff / Rita Schlautmann-Overmeyer, Jüdische Familien in Münster 1918 – 1945. Teil I Biographisches Lexikon, Münster  2001, Foto Stolpersteine: Münster Tube.

Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig in Münster, verlegt mit dem Verein „Spuren Finden e.V.“: Karl-Heinz Goldberg, Margarete Goldberg und Ernst Goldberg, Graelstraße 37. Sie wurden mit ihren Eltern Ludwig und Henriette Goldberg am 13. Dezember 1941 in das deutsche Ghetto/KZ Riga (Lettland) deportiert.

Weiterlesen „Stolpersteine in Münster: Geschwister Goldberg“