Die Sache mit dem zerbrochenen Gewehr: Arbeiterbewegung und Frieden – Vortrag mit Dr. Bernd Drücke (Mitherausgeber der Zeitung „Graswurzelrevolution“)

(Audio-Aufnahme von der Veranstaltung, unterlegt mit Bildern und Videosequenzen).

Witten. Der Freundschaftsverein Tczew-Witten hatte am 2. September 2022 zu einem Vortrag mit dem Münsteraner Soziologen und Mitherausgeber der Zeitschrift „Graswurzelrevolution“ und heute Mitarbeiter im Archiv für alternatives Schrifttum in Duisburg, unter dem Titel: „Die Sache mit dem zerbrochenen Gewehr: Arbeiterbewegung und Frieden“ in das Gewerkschaftshaus der IG Metall Witten eingeladen. Der Referent ist zudem auch Mitglied der DFG-VK.

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Dr. Bernd Drücke (Radio Graswurzelrevolution) im Gespräch mit Ellen Diederich

Oberhausen / Münster. Die Feministin Ellen Diederich (77) ist seit den 1960er Jahren aktiv in der Frauen- und Friedensbewegung. Zusammen mit ihrer langjährigen Lebensgefährtin, der bekannten afrodeutschen Liedermacherin Fasia Jansen (1929-1997), bereiste sie mit einem Friedensbus die ganze Welt und setzte sich für Frieden, Freiheit und Emanzipation ein. Dabei sprachen die beiden mit Frauen in den USA, El Salvador, Mexiko, Bosnien, Russland und anderswo.

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Nie wieder!: Antikriegstag 2020 in Münster

Der DGB Münster lädt zur Kranzniederlegung und Kundgebung am 1. September 2020 ab 17:00 Uhr am Zwinger (Promenade) ein. Die Friedenskooperative Münster wird zuvor in Kooperation mit der DFG – VK Münster zum Antikriegstag am 1. September 2020 eine Fahrradtour zu den Kriegerdenkmälern an der Promenade in Münster durchführen. Start ist um 15:00 am Zwinger. Die Friedensradtour endet am Zwinger kurz vor Beginn der dortigen DGB – Veranstaltung.

Sharon Fehr Jüdische gemeinde MünsterAm Antikriegstag 2020 in Münster wird erstmalig der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Münster Sharon Fehr, eine Rede halten. Foto: Münster Tube.

Münster, 29. August 2020 – Der 1. September ist als Antikriegstag für die Gewerkschaften ein besonderer Tag der Mahnung und der Erinnerung. Mit dem Überfall auf Polen riss Nazi-Deutschland 1939 die Welt in den Abgrund eines bestialischen Krieges, der unermessliches Leid über die Menschen brachte und 60 Millionen Tote forderte.

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Münster: Heldenverehrung bei Kriegerdenkmälern geht weiter

Selbst die Bundeswehr ist kritischer – Friedensstadt Münster wird eigenem Anspruch nicht gerecht

                                                                                                                                                Fotos: Münster Tube

Münster 2. Juni 2020 – Mit ihrer Ratsvorlage zu den Kriegerdenkmälern wird die Friedensstadt Münster ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht, kritisiert die Aktive Liste Münster Münsters Stadtverwaltung scharf, die sich weiter weitgehend passiv verhalte und lediglich Infotafeln aufstellen will.

Münsters Stadtverwaltung baut ein Bollwerk des ungerechtfertigten Denkmalsschutzes. Denn die Kriegerdenkmäler sollen in Münster offensichtlich weiter Helden verehren und ein unmenschliches Kriegshandeln. Doch trotz dieser Kriegsbotschaften soll nun offensichtlich für alle Zeiten die Debatte darüber beendet werden. Dabei unterliegt das „Stalingrad Denkmal“ nicht mal dem Denkmalschutz und könnte problemlos entfernt werden.

                                                                                                                Stalingrad-Denkmal. Foto: Münster Tube

Da ist selbst die Bundeswehr kritischer, die einen Wahlspruch wie „Haltet Schwert und Ehre blank“ als „nicht geeignet“ und „aus der Zeit gefallen“ bezeichnete. Die „Friedensstadt“ Münster, will sie ihrem eigenen Anspruch gerecht werden, hat die Pflicht, auch andere Möglichkeiten zu nutzen, als Hinweistafeln aufzustellen, die den Gesamtweindruck nicht verändern.

                                                                                                                           Traindenkmal.  Foto: Münster Tube

Nachdem vor 4 Jahren DIE LINKE Münster einen weitgehenden und mit zahlreichen Expert*innen und Historiker*innen abgestimmter Antrag in den Rat eingebracht hatte, sollen jetzt auch die kritischen Bürger*innnen abgefertigt werden. Denn auch die Versetzung, zum Beispiel in einen „Denkmalfriedhof“, oder der Abriss sind möglich. „Der Stadrat ist hier aufgefordert, endlich ein klares Signal zu setzen und sich nicht mit diesem Vorschlag zufrieden zu geben,“ erklärt dazu die Aktive Liste Münster.

In der vergangenen Woche hat auch DIE LINKE Münster das Konzept der Verwaltung zum zukünftigen Umgang mit Kriegerdenkmalen kritisiert. „Leider sieht es jedoch nicht nach einer Kehrtwende im Umgang mit den Denkmalen aus. Denn wenn es nach dem Vorschlag geht, der jetzt auf dem Tisch liegt, werden auch in Zukunft die meisten Passant*innen vor allem die großen Bauwerke wahrnehmen, die in nationalistischer, rassistischer und antidemokratischer Weise“, erklärt Katharina Geuking, Kreissprecherin der LINKEN Münster.

                                                                                                                                                      Foto: Münster Tube

Münster: Mahnaktion für ein würdiges Gedenken der Opfer des deutschen Kolonialismus am 1. Oktober 2017.

Dr. Kajo Schukalla, Sprecher der Gesellschaft für bedrohte Völker (Regionalgruppe Münster), berichtet über die Hintergründe dieser Aktion
Mit einer Mahnaktion, die am am Train-Denkmal an der Münscherschen Promenade startete, unterstrich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK) Münster, erneut die Notwendigkeit eines würdigen Gedenkens der Opfer des deutschen Kolonialismus. Das Train-Denkmal an der Promenade ehrt die deutschen Toten, verschweigt aber die abertausenden Herero, Nama und auch Damara, die Opfer einer Vernichtungsstrategie der kolonialen Kriegsführung wurden. Die Initiatoren der Mahnaktion fordern von der Stadt Münster eine Ergänzung des Train-Denkmals durch eine würdige Gedenktafel, die den historischen Realitäten gerecht wird, das damalige Geschehen auch Völkermord nennt und anstelle einer Heldenverehrung Opfergedenken zeigt.