Stolpersteine in Münster: Familie Luebke

Stolpersteine gegen das Vergessen – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig in Münster, verlegt mit dem Verein „Spuren Finden e.V.“: Familie Luebke (Überwasserstraße 34, damals Ribbergasse 18)):

Franz Luebke (geb. 1921), Verhaftet am 9. August 1943, deportiert 1943, Auschwitz. Ermordet im Februar 1944

Franz_Luebke_Münster

Anna Luebke (geb Steinbach, 1879), deportiert 1943, Auschwitz. Ermordet 18. Oktober 1943  Auschwitz  

Anna Luebke Münster

Karola Luebke (geb. 1923) Verhaftet 8. März 1943, deportiert 1943, Auschwitz. Ermordet 24. Dezember 1943

Karola Luebke Münster

Theresa Luebke (geb. 1928) Verhaftet 9. August 1943, deportiert 1943, Auschwitz. Ermordet 22. April 1944

Theresa Luebke Münster

Karl-Heinz Luebke (geb. 1925) Verhaftet 9. März 1943, deportiert Auschwitz.  Mittelbau Dora Lager Ellrich Befreit

Karl-Heinz Luebke Münster (geb. 1925) Verhaftet 9. März 1943, deportiert Auschwitz.  Mittelbau Dora Lager Ellrich Befreit

     Fotos Stolpersteine: Lothar Hill

Von den im Jahre 1933 ursprünglich 708 Angehörigen der jüdischen Gemeinde wurden 299 Menschen in Konzentrationslager deportiert, von denen nur 24 überlebten. Insgesamt 280 jüdische Bürger verließen Münster und emigrierten ins Ausland, sieben begingen Selbstmord und vier überlebten den Nationalsozialismus in Münster im Untergrund. Abzüglich der 77 Personen, die in diesem Zeitraum eines natürlichen Todes starben, verbleiben 42 Menschen, deren Schicksal ungeklärt geblieben ist.

Jüdische Familien in Münster 1918-1945
Fotos: Sammlung Möllenhoff, Gisela und Rita Schlautmann-Overmeyer

Verschleppt aus Münster wurden als Erste zwei jüdische Patienten der ‚Provinzialheilanstalt Marienthal‘ am 21. September 1940 im Rahmen des ‚Euthanasie‘-Tötungsprogramms. Über Wunstorf gelangten sie nach Brandenburg / Havel, wo sie ermordet wurden.

Reise in den Tod: NS-Deportationszug von Münster nach Riga am 13.12.1941 LESEN

Pogromnacht in Münster 1938: Ulla Geissler (VVN-BdA) schildert Schicksal der jüdischen Familie Meyer – Zudem kommen auch die Zeitzeugen Rainer Schepper (+2021 in Münster) und Hans Kaufmann (+2016 in Stockholm) kurz zu Wort

Ulla Geissler von der VVN-BdA Münster beleuchtet das Schicksal der jüdischen Familie Meyer aus Münster während der Nazi-Schreckensherrschaft. Zudem kommen im Video auch die Zeitzeugen Rainer Schepper (+2021 in Münster) und Hans Kaufmann (+2016 in Stockholm) kurz zu Wort. Die Aufnahme mit Ulla Geissler ist im ODAK Kulturzentrum entstanden.

Novemberpogrome 1938 in Münster: Detlef Lorber (VVN – BdA) und Zeitzeugen berichten über Ereignisse