„FMO-Ausstieg jetzt“: „Es wird Zeit, sich der Realität zu stellen“

Münster/Osnabrück. Mit Interesse verfolgte das Bündnis „FMO-Ausstieg jetzt!“ das Streitgespräch zwischen Dr. Jennifer Sobiech-Wolf und Prof. Rosemarie Tüpker von den Scientists for Future Münster und Prof. Rainer Schwarz, Geschäftsführer des FMO, zur Zukunft des Flughafens Münster-Osnabrück am 24.08.2022.

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Greven/Münster: Gedenken (2022) an die von Nazis hingerichteten Polen Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski – Gedenkstein enthüllt

„Das Denkmal, das Sie initiiert haben, wird zum ständigen Zeichen in der Geschichte der Versöhnung und Aufarbeitung der komplizierten und noch nicht vollständig geklärten Ereignisse. Der tragische Tod von Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski sind ein Teil der polnischen Leidensgeschichte“

Greven/ Münster. Am 14. August 1942 wurden die beiden polnischen Zwangsarbeiter Franciszek Banaś (28) und Wacław Ceglewski (21) in den Bockholter Bergen bei Greven wegen angeblichen „verbotenen Umgangs“ mit einer deutschen Frau von der Gestapo Münster hingerichtet.

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Fotos: Lothar Hill

Genau 80 Jahre nach diesem schrecklichen Verbrechen fand am 14. August 2022 erneut nahe des Hinrichtungsortes eine gemeinsame Gedenkveranstaltung der VVN Münster mit dem Ortsverband von Bündnis 90/ DIE GRÜNEN Greven statt. An dem Ort des Gedenkens wurde an diesem Tag auch ein Gedenkstein enthüllt. Er wurde vom Steinmetz Götz Kerkemeier (Inhaber der Fa. Flora Grabmale) gespendet und zwei Tage zuvor auch von seinen Mitarbeitern dort aufgestellt. Gedacht wurde aber auch all der anderen im Münsterland ermordeten ausländischen Zwangsarbeiter*innen – als Opfer des deutschen Faschismus.

Redner*innen waren: Lore Hauschild (Ratsfrau Bündnis 90 / DIE GRÜNEN OV Greven), Beata Arabasz (Integrationsrat der Stadt Münster), Jakub Wawrzyniak (Generalkonsul der Republik Polen in Köln), Theo Große-Wöstmann (Bürgermeister der Stadt Greven von der SPD), der Historiker Christoph Leclaire (VVN-BdA Münster) und Pfarrer Clemens Döpker aus Greven.

Der vom Inhaber der Fa. Flora Grabmale Götz Kerkemeier gespendete Gedenkstein wurde von Christoph Leclaire und Jakub Wawrzyniak enthüllt. Der Stein wurde zwei Tage zuvor dort aufgestellt. An der bewegenden Gedenkveranstaltung beteiligten sich rund 80 Menschen. Sie findet regelmäßig alljährlich seit 2017 dort statt.

Ursprünglich wollte auch der Neffe von Franciszek Banaś, Augusty Zoń aus Ujsoły/Polen, an dieser bewegenden Gedenkveranstaltung in den Bockolter Bergen teilnehmen. Aus gesundheitlichen Gründen musste er aber leider seine Teilnahme absagen. Daher verlas Christoph Leclaire ein paar Zeilen aus einem Brief der Familie Zoń. „Das Denkmal, das Sie initiiert haben, wird zum ständigen Zeichen in der Geschichte der Versöhnung und Aufarbeitung der komplizierten und noch nicht vollständig geklärten Ereignisse. Der tragische Tod von Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski sind ein Teil der polnischen Leidensgeschichte“, wurde u.a. in diesem Brief hervorgehoben.

Seit nunmehr 20 Jahren beschäftigt sich der Historiker mit verfolgten ZwangsarbeiterInnen im Münsterland und insbesondere mit dem Schicksal von Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski. Augusty Zoń hatte erst vor wenigen Jahren durch die Recherchen von Christoph Leclaire vom Schicksal seines Onkels erfahren.

Jan Große Nobis

Sie wurden vor 80 Jahren hingerichtet: Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski. Der Vorwurf: „Verbotener Umgang“ mit Einheimischen. Zum 80. Jahrestag der Hinrichtung gibt es nun endlich einen Gedenkstein, der auch ihre Namen nennt. Er wurde am 14. August 2022 in einer Gedenkveranstaltung in den Bockholter Bergen eingeweiht. WEITERLESEN (mit Fotostrecke)

*„Sowohl Wacław Ceglewski als auch Franciszek Banaś verbrachten zuvor mehrere Monate in den Händen der Gestapo Münster, bis sie schließlich am Freitag, dem 14. August 1942, auf Anordnung des RSHA nahe Greven hingerichtet wurden. Die Gestapo Münster war für die gesamte Durchführung der Exekution verantwortlich, die in Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung in Greven erfolgte.

Am Tag der Hinrichtung wurden nachmittags zwischen 80 und 100 PolInnen aus Greven von Polizei sowie SA-Angehörigen in die bewaldeten Bockholter Berge gebracht, die dort auch den Hinrichtungsort absperrten. Dieser befand sich am Rande des Boltenmoors nahe des Schiffahrter Damms. Der Galgen war zwischen zwei Bäumen befestigt und unter ihm stand ein Tisch mit versenkbarem Boden. Er war vom Amtsschreiner gebaut und vom Hausmeister des Amtes mit einem Müllwagen dorthin transportiert worden.

Bei der Exekution anwesend waren der Amtsbürgermeister und der NSDAP-Ortsgruppenleiter aus Greven sowie ein Lehrer aus Bockholt. Die Gestapo kam direkt aus Münster zum Hinrichtungsort.“ (*Quelle: VVN-BdA).

Greven/Münster: Gedenkstein für von Nazis hingerichtete polnische Zwangsarbeiter Wacław Ceglewski und Franciszek Banaś aufgestellt (13. August 2022)

Greven/Münster: Gedenkstein für von Nazis hingerichtete polnische Zwangsarbeiter Wacław Ceglewski und Franciszek Banaś aufgestellt

Gedenkveranstaltung in den Bockolter Bergen am Sonntag, den 14. August 2022, um 15 Uhr, u.a. mit dem Generalkonsul der Republik Polen aus Köln

Münster/Greven. Am 12. August 2022 wurde für die am 14. August 1942 von der Gestapo Münster hingerichteten polnischen Zwangsarbeiter Franciszek Banaś (28) und Wacław Ceglewski (21) in den Bockholter Bergen (zwischen Münster und Greven) wegen angeblichen „verbotenen Umgangs“ mit einer deutschen Frau, ein Gedenkstein nahe der Hinrichtungsstätte aufgestellt. Weiterlesen „Greven/Münster: Gedenkstein für von Nazis hingerichtete polnische Zwangsarbeiter Wacław Ceglewski und Franciszek Banaś aufgestellt“

Münster/ Greven: Gedenken 2022 in den Bockolter Bergen an die Nazi – Opfer Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski

Sonntag, den 14. August 2022, um 15 Uhr, Gedenkstätte in den Bockholter Bergen, Wanderparkplatz am Schiffahrter Damm (Abzweig Telgte; Fuestruper Str. 4, 48268 Greven)

Münster/ Greven. Am 14. August 1942 wurden die beiden polnischen Zwangsarbeiter Franciszek Banaś (28) und Wacław Ceglewski (21) in den Bockholter Bergen bei Greven wegen angeblichen „verbotenen Umgangs“ mit einer deutschen Frau von der Gestapo Münster hingerichtet. Die zwei Opfer gehörten zu den mehreren Millionen im Deutschen Reich während des Zweiten Weltkrieges zwangsweise zur Arbeit eingesetzten Kriegsgefangenen und ausländischen „ZivilarbeiterInnen“.

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Bündnis „FMO – Ausstieg jetzt“ fordert ein umfassendes Nachtflugverbot und die Einstellung aller Flüge auf Strecken unter 600 Km

Münster / Osnabrück. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen des bundesweiten Treffens der luftverkehrskritischen Initiativen in Frankfurt / Main am 11./12.6.2022, darunter Vertreter*innen von Initiativen an den Flughafenstandorten Berlin, Leipzig, Frankfurt, Münster/Osnabrück und Friedrichshafen, bekräftigt das Bündnis „FMO-Ausstieg jetzt“ die Forderung nach einem umfassenden Nachtflugverbot und die Einstellung aller Flüge auf Strecken unter 600 km.

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Protest am Flughafen Münster/Osnabrück. Foto: Bündnis „FMO Ausstieg jetzt“.

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FMO-Aktionsbündnis sieht weiteren Klärungsbedarf bei Finanzhilfen

Münster / Osnabrück – Das Aktionsbündnis „FMO – Ausstieg jetzt!“ sieht Klärungsbedarf bei den Finanzhilfen für den Flughafen Münster Osnabrück. In einem offenen Brief bittet das Bündnis den Geschäftsführer, Prof. Rainer Schwarz, um weitere Details zur Zukunftsplanung des Areals ‚FMO‘, also Flughafengelände und angrenzende Flächen.

FMO_Ausstieg                                                                                                                                                     Foto: Münster Tube.

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FMO-Aktionsbündnis begrüßt öffentliche Debatte um den Flughafen-Ausstieg

Das Aktionsbündnis „FMO – Ausstieg jetzt!“ begrüßt die öffentliche Debatte um die Zukunft des Flughafens Münster Osnabrück (FMO).

Münster / Osnabrück – Angesichts der Klimakrise und eines Finanzierungsbedarfs von über 80 Mio. Euro für die nächsten 10 Jahren ist es wichtig, dass die Öffentlichkeit transparent und auf Grundlage von Fakten informiert wird.

                                                                                                                                                     Foto: Münster Tube

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Münster/ Osnabrück: Offener Brief des Aktionsbündnis „FMO-Ausstieg jetzt!“

Münster/ Osnabrück, 1. Dezember 2020 – Das Aktionsbündnis „FMO-Ausstieg jetzt!“ hat jetzt einen Offenen Brief an alle Mandatsträger*innen der am Flughafen Münster Osnabrück beteiligten Städte und Kreise verschickt. Zudem will das Aktionsbündnis am 5. Dezember 2020 um 13:00 eine Protestaktion am FMO durchführen.

FMO

In diesem Brief bezieht das Bündnis Stellung zu der in einigen kommunalen Gremien und verschiedenen Medien verbreiteten Aussage, dass der FMO in den zurückliegenden 25 Jahren achtzehnmal ein positives Betriebsergebnis erwirtschaftet habe. Das Bündnis weist darauf hin, dass ausweislich der Geschäftsberichte des FMO der Flughafen von 2006 bis 2019 lediglich in einem Jahr ein Plus gemacht hat und in diesem Zeitraum ein Bilanzverlust von fast 100 Mio. Euro aufgelaufen ist. Vonseiten des Bündnisses wird an das Management des FMO und die kommunalen
Mandatsträger*innen appelliert, nicht mit geschönten Zahlen zu operieren und die Öffentlichkeit über die prekäre finanzielle Lage des FMO objektiv zu informieren.

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Gedenken zwischen Münster und Greven an die Nazi – Opfer Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski

Niederlegung eines gemeinsamen Kranzes der VVN -BdA Münster und den Grünen Greven an der Gedenkstätte für Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski in den Bockolter Bergen zwischen Münster und Greven. Diesjährige Gedenkveranstaltung wurde wegen der Corona – Krise abgesagt. Alternativ wird in Kürze ein virtuelles Gedenken stattfinden

                                                                                                                                          Foto: Münster Tube

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