Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Stolperstein gegen das Vergessen in Münster: Margarethe Wangemann

Stolperstein des Künstlers Gunter Demnig in Münster, verlegt mit dem Verein „Spuren Finden e.V.“: Margarethe Wangemann (geb. Hoffa). Letzter Wohnort in Münster: Von-Vincke-Straße 8

Margarethe_Wangemann_Münster
Fotos: Lothar Hill (Stolperstein) und „Spuren finden“ e.V. Münster (Margarethe Wangemann).

Weiterlesen „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Stolperstein gegen das Vergessen in Münster: Margarethe Wangemann“

Münster – Hiltrup: Gedenken an die NS – Zwangsarbeiter*innen

Münster, 16. November 2020 – Ein ökumenischer Vorbereitungskreis bestehend aus Vertreter*innen der katholischen und der evangelischen Kirche in Hiltrup, vom „Bündnis gegen Abschiebungen“ in Münster, dem „Institut für Theologie und Politik (ITP)“, Münster und der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA)“, Münster, hatten zu einer ökumenischen Gedenkveranstaltung am 15. November 2020 für die NS – Zwangsarbeiter*innen in Hiltrup aufgerufen. Diese Veranstaltung verstand sich als eine Alternative zum üblichen Volkstrauertagsgedenken.

NS-Zwangsarbeiter_HiltrupÖkumenisches Gedenken an die NS – Zwangsarbeiter*innen auf dem alten Friedhof in Münster – Hiltrup. Foto: Münster Tube.

Weiterlesen „Münster – Hiltrup: Gedenken an die NS – Zwangsarbeiter*innen“

Novemberpogrome 1938 in Münster: Detlef Lorber (VVN – BdA) und Zeitzeugen berichten über Ereignisse

Münster, 10. November 2020 – Vor 82 Jahren, am 9. und 10. November 1938, hatten die Nazi-Machthaber ein teuflisches Massenpogrom gegen alle Deutschen, die Juden oder jüdischer Herkunft waren, organisiert. Ihre Gotteshäuser wurden unter Aufsicht der Feuerwehr niedergebrannt, ihre Wohnungen und Geschäfte verwüstet und geplündert, ohne dass die Polizei einschritt. Historischen Angaben zufolge wurden über 1200 Bethäuser und Synagogen zerstört, etwa 7.000 im jüdischen Besitz befindliche Geschäfte zerstört oder schwer beschädigt.

Weiterlesen „Novemberpogrome 1938 in Münster: Detlef Lorber (VVN – BdA) und Zeitzeugen berichten über Ereignisse“

Erinnerung an Opfer von Krieg und Verfolgung

Installation am Zwinger zum Weltfriedenstag

Zwinger_MünsterDer Zwinger an der Promenade in Münster. In der Zeit des Nationalsozialismus war er sowohl Gefängnis als auch Hinrichtungsstätte der Gestapo und wurde durch alliierte Bombenangriffe schwer beschädigt. Foto: Münster Tube.

Münster, 2. September 2020 – Opfer von Kriegen und Verfolgung – das sind nicht einfach abstrakte Personen aus fernen Konfliktgeschehen. Es sind Menschen, deren Angehörige auch in Münster und dem Münsterland leben. Opfer vergangener Kriege, die Familiengeschichten geprägt haben und bis heute prägen. Opfer bis heute wirksamer Konfliktgeschehen, deren Angehörige geflohen sind und in Deutschland Zuflucht gefunden haben. Und darüber hinaus Opfer rassistischer Gewalt, die hier in Europa Verfolgung erlitten haben.

Am Weltfriedenstag, dem 21. September 2020, sollen die Namen solcher Opfer in Münster sichtbar werden. Ein Bündnis kirchlicher und zivilgesellschaftlicher Gruppen plant, diese an die Außenwände des Zwingers an der Promenade zu projizieren.

Dazu ruft das Bündnis Bürger*innen aus Münster und dem Münsterland ein, bis zum 20. September Namen von Opfern von Krieg und Verfolgung zu benennen, zu denen sie in besonderer Weise einen Bezug haben und an die sie erinnert wissen möchten. Eingereicht werden können Sie über ein Formular, das unter http://www.muenster.paxchristi.de abrufbar ist, oder per Mail an mediothek(at)ev-kirchenkreis-muenster.de.

Die Projektion beginnt, sobald die Lichtverhältnisse am späteren Nachmittag es zulassen, und endet um 22.00 Uhr.

Verantwortlich sind der Ausschuss für Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Kirchenkreis Münster, pax christi Diözesanverband Münster und der Förderverein Friedensinitiativen Münster e.V.

Mit dem 1. September, zu dem der dieser Aufruf zur Nennung von Namen veröffentlicht wird, beginnt sonst der in Münster seit vielen Jahren etablierte Friedenskulturmonats. Dessen Veranstaltungen wurden in diesem Jahr als bewusstes Zeichen der Solidarität und Verantwortung für den Gesundheitsschutz in Coronazeiten abgesagt. Die Installation am Weltfriedenstag soll auf eine diesen Zeiten angemessene Weise das Friedensengagement in Münster sichtbar machen.

Stolpersteine in Münster: Max & Sonja Kutner

Stolpersteine gegen das Vergessen – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

                                                                                                                                                   Foto: Münster Tube

Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig in Münster, verlegt mit dem Verein „Spuren Finden e.V.“: Max Kutner und Tochter Sonja, Kanalstraße 35.

Max Kutner wurde am 17. Juni 1888 in Stubendorf/ Groß – Strehlitz geboren und seine Tochter Sonja Kutner erblickte am 13. Mai 1922 in Münster das Licht der Welt. Beide wurden Ende 1943 oder Anfang 1944 im deutschen KZ Riga-Strasdenhof /Lettland von Nazis erschossen.

Weiterlesen „Stolpersteine in Münster: Max & Sonja Kutner“

Stolperstein in Münster: Manfred Kreindler

Fotos 1 u. 2 Münster Tube. Foto 2: Scheibe mit Davidstern über dem Eingang der ehemaligen Marks-Haindorf-Stiftung Am Kanonengraben 10. Ab 1939 diente das Gebäude als eines der 14 „Judenhäuser“ in Münster, in welche BürgerInnen jüdischen Glaubens vor ihrer Deportation in die Vernichtungslager zwangsweise eingewiesen wurden. Die Marks-Haindorf-Stiftung hörte 1940 mit ihrer Zwangsüberführung in die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland auf zu bestehen. Das Gebäude hat den Zweiten Weltkrieg und den antisemitischen Terror überstanden.

Stolpersteine gegen das Vergessen – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Stolperstein des Künstlers Gunter Demnig in Münster, verlegt mit dem Verein „Spuren Finden e.V.“: Manfred Kreindler, Rothenburg 35. Er wurde am 12. Februar 1937 in Münster geboren. Als zwei-jähriger wurde Manfred Kreindler wegen der polnischen Staatsangehörigkeit seiner Eltern aus Deutschland ausgewiesen. Am 1. Juli 1939 wurde die ganze Familie beim Einwohnermeldeamt in Münster mit den Vermerk „nach Polen“ abgemeldet. Manfred Kreindler kam in einem unbekannten KZ ums Leben.

Weiterlesen „Stolperstein in Münster: Manfred Kreindler“

Stolperstein für Carl Hein in Münster

                                                                                                                Fotos: (1) Münster Tube (2) Yad Vashem.

Stolpersteine gegen das Vergessen – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Stolperstein des Künstlers Gunter Demnig in Münster, verlegt mit dem Verein „Spuren Finden e.V.“: Carl Hein, Hafenstraße 34. Er wurde am 13. Februar 1875 in Cochem/Mosel geboren, 1942 von Münster in das deutsche Ghetto/KZ Riga deportiert und dort von Nazis ermordet.

Weiterlesen „Stolperstein für Carl Hein in Münster“

Stolperstein in Münster: Anna Rudowitz

                                                                          Stolperstein Rothenburg 35 in Münster.  Foto: Münster Tube.

Stolpersteine gegen das Vergessen – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Stolperstein des Künstlers Gunter Demnig in Münster, verlegt mit dem Verein „Spuren Finden e.V.“: Anna Rudowitz, Rothenburg 35. Sie wurde am 16. Dezember 1898 in Balaklawa/ Ostpreußen geboren und  ist 1944 oder 1945  im oder KZ Stutthof oder auf einem der „Todesmärsche“ gestorben.

Weiterlesen „Stolperstein in Münster: Anna Rudowitz“