Münster: Kritische Kriegerdenkmäler-Promenaden-Radtour

Münster. Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Münster und die Friedenskooperative Münster veranstalten am 17. September 2021, von 13:00 bis 15: 30 Uhr, im Rahmen des Friedenskulturmonats „Russland. Dialog. Frieden“, erneut eine kritische Radtour zu den Kriegerdenkmälern an der Promenade u.a. als Einstimmung auf den Vortrag des Historikers Hannes Heer am selben Tag um 19 Uhr im Schloss unter dem Titel: “Vernichtungskrieg im Osten – Judenmord, Kriegsgefangene, Hungerpolitik“. Der Referent bei der kritischen Radtour ist Hugo Elkemann. Start ist am Zwinger.

Denkmale_Münster                                                                                                                                          Fotos/ Collage: Lothar Hill

Die max. TeilnehmerInnenzahl: 20 Personen. Um einen Platz für die Teilnahme zu reservieren, wird um Anmeldung per Mail an muenster@dfg-vk.de oder per Telefon 0251-14967080 gebeten.

Hugo_Elkemann_Frieko_Münster 057Hugo Elkemann Friedenskooperative Münster vor dem „Stalingrad – Schandmal“ an der Münzstraße in Münster. Fotos: Lothar Hill.

Der Start ist am Zwinger (Promenade).
Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden sind erwünscht.

Münster: Blutspur des preußisch-deutschen Militarismus – Kriegerdenkmäler an der Promenade

Thomas Siepelmeyer (AKAFRIK Münster) kritisiert Umgang der Stadt Münster mit Kriegerdenkmalen

Münster: Kriegerdenkmäler in der Promenade – Train-Denkmal

Mitten in Münster, an der Promenade am Ludgerikreisel, steht das koloniale und völkermörder – verherrlichende Train – Schandmal. Dieser hässliche graue Steinhaufen steht bereits seit fast 100 Jahren dort und glorifiziert u.a. deutsche Soldaten, die am Völkermord an den Herero und Nama in Namibia (1904 bis 1908) beteiligt waren. Es wurde 1925 vom damaligen OB Georg Sperlich enthüllt.

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Münster: Streit um koloniales und völkermörder – verherrlichende Train-Denkmal

Münster – Mitten in Münster steht das koloniale und völkermörder – verherrlichende Train – Schandmal. Dieser hässliche graue Steinhaufen steht bereits seit 100 Jahren dort und glorifiziert u.a. deutsche Soldaten, die am Völkermord an den Herero und Nama in Namibia (1904 bis 1908) beteiligt waren.

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Kriegerdenkmäler in der Promenade Münster: Hugo Elkemann (Frieko) erklärt das Schinken – Denkmal

In der Promenade stehen zahlreiche Kriegerdenkmäler, die die Blutspur des preußisch – deutschen Militarismus nachzeichnen. Eines davon ist das „Ehrenmal am Mauritztor), besser bekannt als „Schinken – Denkmal“. Es wurde 1909 errichtet. Im Video wird es von Hugo Elkemann (Frieko Münster) beschrieben. Dieses kriegsverherrlichende Schandmal soll an sämtliche münsterische Gefallene („Helden“) der deutschen Einigungskriege von 1864, 1866 sowie 1870/71 erinnern. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte ein Umbau, da das Denkmal im Krieg beschädigt worden war. Eine Hecke verhinderte nun das Niederlegen von Kränzen. 1997 verwendete der Künstler Hans Haacke das Ehrenmal innerhalb der „Skulptur-Projekte“. Er installierte vor dem Ehrenmal ein Kinderkarussel und umgab das Denkmal mit einer dichten Bretterwand.

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Münster: Blutspur des preußisch-deutschen Militarismus – Kriegerdenkmäler an der Promenade

Münster, 15. November 2020 – In der münsteraner Promenade stehen Denkmäler, die die Geschichte des preußisch – deutschen Militarismus, die Blutspur dieses Militarismus nachzeichnen. Es sind Denkmäler der Helden – und Völkermörderverehrung, der Kriegsgelüste und der Kriegsvorbereitung.

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Münster: Hugo Elkemann (Frieko) erklärt das Kriegerdenkmal „Stehender Soldat“ im Schlossgarten

„Der Spruch auf diesem Denkmal beinhaltet hier noch einmal ganz deutlich eine Kriegsvorbereitung.“

Am 6. Mai 1923 wurde im Schlossgarten Ehrenmal des 2. Westfälischen Feldartillerie-Regiments Nr. 22 – „Stehender Soldat“ enthüllt. Mit diesem Kriegerdenkmal werden die „gefallenen Helden“ geehrt. Es wird zu militärischer Pflichterfüllung und Opferwillen aufgerufen. Traditionelle, ehrende Intentionen verrät auch die Widmung der Stifter, also der Überlebenden des Regiments.

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Hugo Elkemann (Frieko Münster) erklärt umstrittenes Kürassier-Kriegerdenkmal am Aegidiitor in Münster

Die Friedenskooperative Münster wird in Kooperation mit der DFG – VK Münster am 1. und 15. September 2020 Fahrradtouren zu den Kriegerdenkmälern an der Promenade in Münster durchführen. Start ist jeweils um 15:00 am Zwinger (Promenade).

Münster, 23. August 2020 – „Die Promenade in Münster ist voll von Denkmälern, die die Geschichte und Blutspur des preußisch – deutschen Militarismus nachzeichnen“, erklärt Hugo Elkemann von der Friedenskooperative Münster. Dazu zählt auch das Kürassier – Schandmal am Aegidiitor. Das Denkmal verweist auf den Zeitraum 1717-1919, der Bestehens-zeit des Regimentes und ehrt die gefallenen Regimentsmitglieder. 1918 waren sie an der blutigen Niederschlagung des Spartakus-Aufstandes in Berlin beteiligt und somit auch mitverantwortlich für die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 1919.

Etwa 40 Krieger- und Ehrenmale stehen insgesamt in Münster herum.

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Münster: „Mahnmal statt Denkmal“

Münster – In der Nacht vom 12. auf den 13. Juli  haben Mitglieder der Initiative „Mahnmal statt Denkmal“ das Train-Denkmal am Ludgerikreisel derart unkenntlich gemacht, dass die Inschriften nicht mehr sichtbar sind. Auf diese Weise prangert die Initiative „Die Verklärung von Kriegsverbrechen“ an, die mit der Errichtung des Denkmals romantisiert werden.

                                                                                                                                                   Foto: Münster Tube                                                                                            

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Münster: Aktion am Train-Denkmal: „Mahnmal statt Denkmal“

Münster, 13. Juli 2020 – Während überall auf der Welt, insbesondere in ehemaligen Kolonialstaaten Sklaven- und Kriegs-Denkmäler fallen, beseitigt oder auf „Denkmal-Friedhöfe“ entsorgt  werden, klammert sich die Stadtverwaltung Münster weiterhin an diesen Schandmalen, die rund um die Promenade das Stadtbild verunstalten, fest. Man will lediglich laut aktuellem Beschluss des Stadtrates zusätzlich Infotafeln aufstellen.

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Münster: Heldenverehrung bei Kriegerdenkmälern geht weiter

Selbst die Bundeswehr ist kritischer – Friedensstadt Münster wird eigenem Anspruch nicht gerecht

                                                                                                                                                Fotos: Münster Tube

Münster 2. Juni 2020 – Mit ihrer Ratsvorlage zu den Kriegerdenkmälern wird die Friedensstadt Münster ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht, kritisiert die Aktive Liste Münster Münsters Stadtverwaltung scharf, die sich weiter weitgehend passiv verhalte und lediglich Infotafeln aufstellen will.

Münsters Stadtverwaltung baut ein Bollwerk des ungerechtfertigten Denkmalsschutzes. Denn die Kriegerdenkmäler sollen in Münster offensichtlich weiter Helden verehren und ein unmenschliches Kriegshandeln. Doch trotz dieser Kriegsbotschaften soll nun offensichtlich für alle Zeiten die Debatte darüber beendet werden. Dabei unterliegt das „Stalingrad Denkmal“ nicht mal dem Denkmalschutz und könnte problemlos entfernt werden.

                                                                                                                Stalingrad-Denkmal. Foto: Münster Tube

Da ist selbst die Bundeswehr kritischer, die einen Wahlspruch wie „Haltet Schwert und Ehre blank“ als „nicht geeignet“ und „aus der Zeit gefallen“ bezeichnete. Die „Friedensstadt“ Münster, will sie ihrem eigenen Anspruch gerecht werden, hat die Pflicht, auch andere Möglichkeiten zu nutzen, als Hinweistafeln aufzustellen, die den Gesamtweindruck nicht verändern.

                                                                                                                           Traindenkmal.  Foto: Münster Tube

Nachdem vor 4 Jahren DIE LINKE Münster einen weitgehenden und mit zahlreichen Expert*innen und Historiker*innen abgestimmter Antrag in den Rat eingebracht hatte, sollen jetzt auch die kritischen Bürger*innnen abgefertigt werden. Denn auch die Versetzung, zum Beispiel in einen „Denkmalfriedhof“, oder der Abriss sind möglich. „Der Stadrat ist hier aufgefordert, endlich ein klares Signal zu setzen und sich nicht mit diesem Vorschlag zufrieden zu geben,“ erklärt dazu die Aktive Liste Münster.

In der vergangenen Woche hat auch DIE LINKE Münster das Konzept der Verwaltung zum zukünftigen Umgang mit Kriegerdenkmalen kritisiert. „Leider sieht es jedoch nicht nach einer Kehrtwende im Umgang mit den Denkmalen aus. Denn wenn es nach dem Vorschlag geht, der jetzt auf dem Tisch liegt, werden auch in Zukunft die meisten Passant*innen vor allem die großen Bauwerke wahrnehmen, die in nationalistischer, rassistischer und antidemokratischer Weise“, erklärt Katharina Geuking, Kreissprecherin der LINKEN Münster.

                                                                                                                                                      Foto: Münster Tube

Münster: Mahnaktion für ein würdiges Gedenken der Opfer des deutschen Kolonialismus am 1. Oktober 2017.

Dr. Kajo Schukalla, Sprecher der Gesellschaft für bedrohte Völker (Regionalgruppe Münster), berichtet über die Hintergründe dieser Aktion
Mit einer Mahnaktion, die am am Train-Denkmal an der Münscherschen Promenade startete, unterstrich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK) Münster, erneut die Notwendigkeit eines würdigen Gedenkens der Opfer des deutschen Kolonialismus. Das Train-Denkmal an der Promenade ehrt die deutschen Toten, verschweigt aber die abertausenden Herero, Nama und auch Damara, die Opfer einer Vernichtungsstrategie der kolonialen Kriegsführung wurden. Die Initiatoren der Mahnaktion fordern von der Stadt Münster eine Ergänzung des Train-Denkmals durch eine würdige Gedenktafel, die den historischen Realitäten gerecht wird, das damalige Geschehen auch Völkermord nennt und anstelle einer Heldenverehrung Opfergedenken zeigt.