75 Jahre Hiroshima und Nagasaki: Aktion in Münster

Mahnwache und Kundgebung: …. aus der Geschichte lernen und konsequent handeln! Für eine Atomwaffenfreie Welt – in Münster, in NRW, bundesweit und international!

8. August 2020, 11.00 -13.00, Ludgeriplatz (vor dem Stadthaus 2), Münster

Zu dieser von der DKP initiierten Aktion rufen auf: DKP Münster, DFG – VK Münster, Friedenskooperative Münster, pax christi Münster, SDS.dielinke Münster, DKGZ e.V. Münster und DKFK Senden.

Vor 75 Jahren, am 6. und am 9. August 1945, fielen den Abwürfen der US-Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki etwa 200.000 Menschen zum Opfer. In Hiroshima wurden 70 Prozent der Gebäude zerstört, in Nagasaki 6,7 Quadratkilometer der Stadt dem Erdboden gleich gemacht. Auch 75 Jahre später leiden und sterben Menschen qualvoll an den Spätfolgen der atomaren Explosionen. All dies zeigt die katastrophalen humanitären Folgen des Einsatzes von Atomwaffen.

Spuren des Krieges: Hiroshima 1945 - ZDFmediathek(Video) Am 6. August 1945 wirft der amerikanische Bomber Enola Gay eine Atombombe über Hiroshima ab. Innerhalb weniger Sekunden ist die Stadt vernichtet und über 70.000 Menschen sind sofort tot. Foto: ZDF

Noch relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit steigt kontinuierlich die Gefahr, dass in einem zukünftigen Krieg wieder Atomwaffen eingesetzt werden könnten. Dabei wird von der Illusion ausgegangen, dass sich ein solcher Einsatz territorial eingrenzen ließe. Real bedeuten allein die Existenz der Atomwaffen sowie der politische Unwille der Herrschenden, diese wirklich einzugrenzen, eine enorme Gefahr für das Weiterleben der Menschheit. Wobei die Gefährdung der Zukunft schon durch die Klimakatastrophe gegeben ist. Auch die derzeitige Pandemie, die aus einem Ungleichgewicht innerhalb der Globalisierung herrührt, zeigt auf, dass neue Gefahren auf die Menschheit zukommen. In dieser Situation müssten wir von den politisch Verantwortlichen erwarten, alles zu tun, um unser Leben und das unserer Nachfahren zu sichern.

Stattdessen sollen in Deutschland neue atomare Kampfbomber angeschafft werden. Die Bundesregierung tut nichts dafür, dass die US-amerikanischen Atomwaffen aus Büchel abgezogen werden. Sie will ihre „nuklare Teilhabe“ behalten. Zusätzlich planen Deutschland und Frankreich ein sehr groß angelegtes nukleares Projekt.

Eine neue repräsentative Umfrage zeigt, was viele schon lange vermutet haben: Atomwaffen sind sehr unbeliebt.Eine neue repräsentative Umfrage zeigt, was viele schon lange vermutet haben: Atomwaffen sind sehr unbeliebt. Lesen 

DKP Münster, DFG – VK Münster, Friedenskooperative Münster, pax christi Münster, SDS.dielinke Münster, DKGZ e.V. Münster und DKFK Senden wollen daher in dieser Situation eine gemeinsame Aktion gegen die Anschaffung neuer Kampfbomber sowie gegen das geplante deutsch/französische Atomprojekt zum Hiroshimatag durchführen.

Wir dokumentieren hier den Aufruf: „75. Jahrestag von Hiroshima und Nagasaki…. aus der Geschichte lernen und konsequent handeln! Für eine Atomwaffenfreie Welt – in Münster, in NRW, bundesweit und international!“:

ICAN – International Campaign to Abolish Nuclear Weapons ruft Städte, Länder und Staaten auf, sich dieser Forderung, z.B. als Städte-Appell, anzuschließen: “Unsere Stadt  ist zutiefst besorgt über die immense Bedrohung, die Atomwaffen für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt darstellen. Wir sind festüberzeugt, dass unsere Einwohner und Einwohnerinnen das Recht auf ein Leben frei von dieser Bedrohung haben. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und lang anhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen. Daher begrüßen wir den von den Vereinten Nationen verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen 2017 und fordern die Bundesregierung zu deren Beitritt auf.“

Die Stadt Münster hat sich auf Antrag aus Reihen der Friedensbewegung in 2019 diesem Appell angeschlossen, das begrüßen wir. Weitere Städte im Münsterland, in NRW, bundesweit müssen sich anschließen, um der Atomwaffenlobby den Boden zu entziehen. Auszug 2+4-Vertrag von 1990: Punkt 3 „Das vereinigte Deutschland bekräftigt sein Bekenntnis zum Frieden und verzichtet auf atomare, biologische und chemische Waffen.“ … doch Kriegsministerin Kramp-Karrenbauer hält fest an der Nuklearen Teilhabe Deutschlands.

Atomwaffen Nein Danke!

2020 in Deutschland wieder brandaktuell, die Atomkriegsgefahr wächst!Planungen des Verteidigungsministeriums zufolge sollen von der Bundesrepublik Deutschland 138 neue Kampfflugzeuge angeschafft werden, davon 93 neue Eurofighter und 45 us-amerikanische F-18 Kampfbomber. Die F-18 Kampfbomber sind zertifiziert für den Transport von Atomwaffen und sollen die Nukleare Teilhabe Deutschlands sicherstellen. In den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, der Türkei, Italien und in Deutschland sind US-amerikanische Atombomben eingelagert. Zum Einsatz dieser Atombomben ist Deutschland im Besitz von 90 amerikanischen Kriegsflugzeugen des Typs Tornado. Die in Büchel eingelagerten Atomwaffen sollen „im Ernstfall“ von deutschen Piloten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 im Rahmen der Nuklearen Teilhabe zum Einsatzkommen.Parallel dazu ist ein französisch-deutsches Groß-Rüstungsprojekt „Future Combat AirSystem“, kurz FCAS, angelaufen. Im Rahmen dieses Projektes werden Kampfjets und bewaffnete Drohnen für eine unabhängige EU-Luftwaffe entwickelt. Dieses atomwaffenfähige Kampfbombersystem soll bis 2040 einsatzfähig sein und umfasst ein derzeitig kalkuliertes Finanzvolumen von über 500 Milliarden Euro.

Wir sagen Nein zur Nuklearen Teilhabe Deutschlands und

den Beschaffungsplänen des BMVg!

Wir fordern den sofortigen Abzug aller US-Atomwaffen aus der Eifel,

Büchel dicht machen!

Deutschland soll den UN-Vertrag von 2017 über das Verbot von Atomwaffen unterzeichnen!

Kitas und Pflegekräfte statt Atombomber!

Atomkriegsmilliarden sollen für die allgemeine Daseinsvorsorge, Bildung und den Schutz der Umwelt verwendet werden!

Kontroverse um »Nukleare Teilhabe« - »Atombomber? Nein danke ...

Der deutsche Bundestag fasste am 24.03.2010 fraktionsübergreifend den Beschluss: „Der deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, sich … mit Nachdruck für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen.“ …. es wird Zeit, dieser Forderung nachzukommen.

Die Bombe – Hiroshima und Nagasaki 1945

Joachim & Andreas live in Münster: „Nun spielen sie wieder mit Waffen“

 

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