Bioenergiepark Saerbeck – ein Vorbild für den Umbau desFlughafens Münster-Osnabrück?

Münster/ Osnabrück. Das Bündnis „FMO-Ausstieg jetzt“ tritt seit zwei Jahren für die Schließung des Flughafens Münster-Osnabrück ein. Der Flugverkehr ist generell die klimaschädlichste Art der Mobilität und seine Reduzierung dringend notwendig. Der FMO ist in diesem Zusammenhang ein Treiber, dessen Betrieb zudem seit vielen Jahrzehnten durch die kommunalen Anteilseigner mit hohen Zuschüssen unterstützt werden muss.

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Foto: „FMO-Ausstieg jetzt“

Das von der Stadt Münster und dem Kreis Steinfurt im Jahr 2021 in Auftrag gegebene Gutachten zur Zukunft des Flughafens hat Möglichkeiten einer alternativen Nutzung des Flughafengeländes und seiner baulichen Substanz entgegen dem Ratsbeschluss nicht behandelt. Dies hat das Aktionsbündnis veranlasst, bereits in der Öffentlichkeit vorgestellte Ideen zu einer möglichen Nachnutzung des FMO weiter zu vertiefen.
Hierzu fand am 8. Oktober eine Besichtigung des Bioenergieparks Saerbeck durch Interessierte aus dem Münster- und Osnabrücker Land statt. Das ehemals militärisch genutzte Gelände wurde 2011 von der Gemeinde Saerbeck übernommen. Auf 55 ha wird durch die Investitionen ausschließlich lokaler Akteure Strom aus Wind, Sonne und Biomasse Strom 18.000 Haushalte erzeugt. Weitere 30 ha wurden in ein Naturschutzgebiet verwandelt, das unter striktem Schutz steht. Gleichzeitig versteht sich der Bioenergiepark als Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien und die Energiewende. Auf dem Gelände haben sich Unternehmen und Bildungseinrichtungen aus diesem Bereich angesiedelt.
Die Besucher*innen erhielten einen intensiven Einblick in die Leistungsfähigkeit der installierten Anlagen und den Konversionsprozess. „Ich bin beeindruckt, was eine Kommune bei entsprechendem politischen Willen und mit Unterstützung durch die Bürgerschaft alles für die Klimawende tun kann“, so ein Teilnehmer nach der Besichtigung. „Nach diesem Einblick in ein zukunftsweisendes Projekt habe ich die Hoffnung, dass auch in den FMO – Anteilseignerkommunen ein Umdenken stattfindet. Die Chance zur Schaffung sicherer Arbeitsplätze und gleichzeitig auf finanzielle Erträge statt ständiger Zuschüsse muss doch überzeugen“, ergänzte eine Teilnehmerin.

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